Horst Fleitmann

Bedenkt ...

Bedenkt, dass grad ein kleiner Mensch
blickt  in den Weltenraum
und, gleich dem kleinen Prinz,
sich wünscht, auf einen Stern, im Traum.
Bedenkt, dass dieses Kind, wie wir, 
einmal erwachsen ist
und dass ein unerfüllter Traum, 
sich durch sein Leben frisst.
 
Bedenkt, dass grad in dunkler Zeit 
ein Kind das Licht der Welt erblickt 
und dass das Land, in dem es lebt, 
ist eben grad im Krieg verstrickt.
Bedenkt, wieviele  Mütter jetzt,
in diesem schlimmen Jahr
erfahr'n dass ihr geliebtes Kind 
im Krieg gestorben war.
 
Wer will erheben nun das Wort, 
will Frieden dem verwehren, 
der's Land verlässt um einfach so, 
wie wir, nur möchte leben?
Bedenkt, wir haben's warm, sind satt, 
wir kämpfen nicht um's Brot.
und wer sich das vor Augen hält,
lässt sie in unser Boot.
 
Bedenkt, im Boot hat jeder Platz, 
der sich als Mensch hier zeigt.
Nicht der, der geistlos laut und dumm 
"weg mit den Fremden" schreit.
Bedenkt, wir sahen sie schon oft, 
in großen Flüchtlingsströmen. 
Jetzt sind sie nah, jetzt heißt's für uns
sich nicht daran gewöhnen.

Wir sollten alle etwas tun 
wie wir's einst selbst erfahren.
Die Großeltern erzählten's uns, 
aus ihren vierz'ger Jahren.
Sie bleiben nur so lang bis dass
das Unheil endlich endet
Drum hoffen wir und helfen wir,
damit das Blatt sich wendet.

© Horst Fleitmann 4/2022

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