Renate Tank

SEHNSUCHT NACH ERFÜLLUNG - Für Andreas Vierk -



SEHNSUCHT NACH ERFÜLLUNG

 

Wenn man etwas zu sehr ersehnt,
dann kommt es vor, dass man erblindet.

Es gibt Trugbilder in der Liebe;
man erkennt sie nicht sofort.
Zu Beginn erscheint alles
als der schönste und aufregendste Ort.
Man gleitet mit in jeder Bewegung
und in jedem geäußerten Wort.

 

Diese Einheit umfasst wie ein Zauber
und man hält wie benommen still.

Nennt es 
LIEBE, 
will nichts versäumen;
doch bald ergreift ein erstes Aufbäumen,
das uns den Träumen entreißen will.

 

Ganz irritiert müssen wir akzeptieren,
dass sich etwas ängstlich in uns wehrt.

Auch wenn wir es „schöner reden“,
fühlen wir, dass es sehr verstört.

 

Wiederholungen bleiben nicht aus,
bis wir traurig begreifen:

unsere Begegnung wird niemals
EIN GEMEINSAMES
Haus.

 

© Renate Tank
05.04.2022

 

Anmerkung:

Die Liebe mag keine Unwahrheiten;
sie löst sich aus allem Streiten.

Sie will ihr
LICHT
nicht verlieren.

Das erkennen wir vielleicht dann,
wenn
WIR
verlieren.

- Für Andreas Vierk -

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