Thomas-Otto Heiden

Die Arie

 

 

 

Die Arie  


Leise Musik aus dem Orchestergraben,  
stimmte uns darauf ein,  
sich verzaubern zu lassen.  
Das Licht im Saal wurde herunter gedimmt.  
Ein Wispern, einem leisen Echo gleich,  
das von den Wänden widerhallte,  
drang an unsere Ohren.  
Der Glanz der Roben und Juwelen,  
reflektierte das letzte Licht.  
Ließ alle staunen.  
Dann wurde das Licht ganz herunter gedimmt.  
Nun war es mucksmäuschenstill.  
Stimmenklang, untermalt von Musik,  
schwamm durch den Raum.  
Einem Strudel gleich zog er uns mit.  
Unbekannte Düfte,  
schwebten wie Nebelschwaden,  
durch den Saal und gesellten sich dazu.  
Blieben haften worauf sie trafen.  
Ich selbst suchte nach Worten um zu beschreiben,  
was ich tief in mir fühlte.  
Doch ich fand nur Leere die gefüllt wurde,  
mit Staunen, und Verwunderung.  
Der Vorhang öffnete sich.  
Dahinter die Bühne,  
ein Wunderland der Phantasie.  
Chöre und Bauten im Einklang.  
Sehsucht Liebe Hoffnung,  
Träume die Wahr wurden.  
Drei Stunden später,  
war der Zauber vorbei.  
Der Beifall der folgte,  
kam einer Flutwelle gleich,  
die alles umspülte.  
Und uns schließlich aus dem Saal trug.  
Und obwohl noch immer gefesselt,  
von dem Gehörten und Gesehenen,  
entließ man uns wieder in die Wirklichkeit.  
„Ich“ wäre gerne geblieben.  
Ja! das wäre ich gerne.  


Thomas-Otto Heiden

 

 

 

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