Michael Reißig

Fern vom Wasser

Frühmorgens zeigt sich gnädig unser Stern
Goldig und nicht hitzig wie manch' Lebemann
Will nicht glauben an den abgedrosch'nen Mist
Strafe droht nur dem, der fern vom Wasser ist

Wandern Augen nicht gleich fort von naher Haut
Ist nicht jeder Draht im Kopf davon erbaut
Und frische Winde nähren hübsche Feuer
Im Bauch tanzen wie wild die Ungeheuer

Wenn erbarmungslos die Sonne brennt
Unter kaltem Frust die Seele sich verrennt
Kann der gut gemeinte Rat gar teuer sein
Kämen Daten für den Fiskus zu spät rein 

Ein Salat aus nackten Zahlen ist nicht heiß 
Der Belüfter lindert dennoch nicht den Schweiß
Vor den Fragebögen ruhig zu sitzen
Glückt schwerer als im Baggersee zu schwitzen   

Wer zu spät kommt, den bestraft das Amt!
Entzieht Euch einfach der sengenden Hitze,
schaltet den Ventilator ein, und versucht bei
erträglichen Temperaturen mit den blanken
Zahlen vom Salat Euch die Zeit totzuschlagen!
Diese sorgen bei weitem nicht für jene Gefahren
wie die wandernden Blicke in und um den
Baggersee, die die Gemüter wahrlich nicht
abkühlen lassen! Denn auch die buntesten
Schmetterlinge entpuppen sich manchmal auch
als Ungeheuer! Meistens aber erst dann, wenn
es längst zu spät ist!
Michael Reißig, Anmerkung zum Gedicht

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Es wurde sehr viel geschrieben über jene Jahre der unseligen Diktatur eines wahnwitzigen Politikers, der glaubte, den Menschen das Heil zu bringen. Das meiste davon beschreibt diese Zeit aus zweiter Hand! Ich war dabei, ungeschminkt und nicht vorher »gecasted«. Es ist ein Lebensabschnitt eines grünen Jahzehnts aus zeitlicher Entfernung gesehen, ein kritischer Rückblick, naturgemäß nicht immer objektiv. Dabei gab es Begegnungen mit Menschen, die mein Leben beeinflussten, positiv wie auch negativ. All das zusammen ist ein Konglomerat von Gefühlen, die mein frühes Jugendleben ausmachten. Ich will versuchen, diese Erlebnisse in verschiedenen Episoden wiederzugeben.

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