Karl-Konrad Knooshood

Rechtsunsicherheit


 

 

[Neuversion von "Punk ist…" von DIE ÄRZTE, 1998]

 

Du sagst, "rechts" ist,

gegen offene Grenzen zu sein,

du sagst, "rechts" sei,

dreckig, böse und gemein,

Du sagst, "rechts" sei Deutschentum, Nationalismus, Hass, Aggression,

das klingt ja so mal gar nicht nach Projektion!,

 

Du sagst, "rechts" ist,

gar finster, dumm und primitiv,

du sagst, "rechts" ist,

patriarchalisch strukturiert, heteronormativ,

Du sprichst, "rechts" sei,

antisemitisch, antiislamisch, gegen Freiheit, fürs Diktat,

für einen straff organisierten Fascho-Führerstaat,

 

Und ich erwidre: "Wenn du meinst…,

Alles Quatsch, du!,

Bau ruhig auf – deinen riesigen Strohmann,

Wenn du glaubst,

dann nur zu!,

Halt' ruhig fest - am Mythos-Stereotyp dran,

 

Du sagst, "rechts" ist,

politisch stets extrem,

Du sagst, "rechts" ist,

simple Lösung fürs Komplexproblem,

Du sagst, "rechts" sei,

generell ausländerfeindlich,

Ich sag dir: "Bullshit, Freundchen, mehr vermeintlich!",

Du sagst, das sei alles "rechts" für dich,

ich sag: "Da haben wir das Problem:

Du verwechselst "rechts" mit rechtsextrem!",

 

Und ich sag klar: "Ich mach mein Ding,

steh dazu,

nicht larmoyant, sondern erwachsen,

jeh, jeh, yeah, yeah,

Ich mach mein Ding,

steh dazu,

ich heul nicht rum, kann über mich lachen,

supertoni:,

 

Ich bin mein King,

steh drauf, dazu,

werde nicht laut, kann über dich lachen,

denn du kannst 's nicht, wow!,

Du kannst 's nicht! Jau!,

Nee, du kannst 's nicht!,

Du kannst 's nicht!,

Du kannst 's nicht, kannst 's nicht, kannst 's nicht, kanzt nisch, kannst nicht, kannst nicht, kannst leider nicht!











(08.05.2022)(C) 2022, Knorke Sinistrehood 






Zur Klarstellung: Rechts ist nicht gleich rechtsextrem - und ich bin konservativ und stehe dazu. Nicht das alte, verknöcherte Konservativ, sondern ein durchaus moderne(re)s, das den Mindestanforderungen moderner Zeiten und Gegebenheiten entspricht. Ja, dieser Text war mir ein Urbedürfnis, selbst wenn man sagen kann, dass DIE ÄRZTE sowas von überhaupt nicht mehr Punkrock sind. Einen ihrer bekannten Songs, das Eröffnungslied ihres Albums "13" (1998) (den unter dem Lied 1 im digitalen Minusbereich versteckten Song "Lady" nicht berücksichtigt, denn dieser lässt sich nur noch mit alten CD-Spielern abspielen, wenn man manuell in den Bereich -3:54 Min. spult), dafür zu verwenden ist ein dickes FUCK YOU an diese Band, die jetzt, aus "Fatshaming"-Gründen, einen ihrer anderen bekannten Songs ("Elke") aus dem Programm genommen hat und längst zu einem Teil des (linksverrutschten) Mainstream-Establishments geworden ist. Was mich anwidert. Das ursprüngliche Rebellentum dieser Band, die ihren Fans immer wieder vorgelebt hat, wie wichtig es sei, individualistisch und selbstdenkend und kritisch zu sein, die immer wieder angemerkt hat, wie sehr man sich gegen "das System" stellen soll, war nur reiner Opportunismus. Solang es währte, war es okay für diese drei Flachpfeifen, doch nun: Teil des Systems, das sie nur solange bekämpft hatten, wie es für sie von Vorteil war, während sie sich jetzt anbiedern, weil es für sie von Vorteil ist. 

Ich dagegen bin heute rechts/konservativ, wenngleich nur so moderat wie möglich, nachdem ich früher durchaus Punk war - und zwar nicht aus reinem Opportunismus (denn wenn man heute nichtlinks oder mainstreamkonform ist, hat man ein sehr viel diffizileres Leben, das könnt Ihr einem erfahrenen Dissidenten glauben), sondern da ich davon überzeugt bin, dass die Richtung, in die sich die Politik dieses Landes und damit auch die Massenmedien sowie Printmedien samt Anhang und große Teile der Gesellschaft bewegen/verändern nicht gut sind und da Widerstand gegen Freiheitsentzüge, Zensur, Cancel-Culture, Gendersprachenterror, offene Grenzen ohne Kontrollen, Masseneinwanderung aus hardcore-islamischen Ländern, kultureller Niedergang, sexuelle Devianz, Ausschweifung und Degeneration, Werteverlust und staatlich beförderter Mangel sowie nicht verhinderte Verarmung der meisten Menschen hierzulande für mich obligatorisch ist. Es tut mir NICHT leid, auf ewig ein Quer- und Selbstdenker zu sein, nur dass meine Meinung, die sich nicht zwangsläufig grundlegend geändert hätte in der zweiten Hälfte meines bisherigen Lebens (also seit vor 20 Jahren), als die "falsche" und "böse" gilt und ich mich trotzdem frei von den (Nicht-)Denkkonventionen, den verordneten, fühle. 

Dieser Song handelt von ein paar der gängigsten Unterstellungen linker Leutchen an alle Nichtlinken, ohne diese direkt widerlegen zu wollen, nur sporadisch, schließlich soll dies Gedicht keine epische Prosa sein. Warum man noch lang kein Nazi oder Hitler-Fanboy oder Antisemit + Sexist + Rassist ist und weshalb man als sog "Nazi" trotzdem keine Genozide befürwortet, egal an welcher Minderheit, ist, nur weil man das Spiel der linken Lebenslügen und Einflüsterungen nebst Massenverarschung nicht mitmacht, ist völlig klar. Mein potenzielles Buch darüber wäre mindestens 800 vollbeschriebene Seiten dick (mit Bildern und mit dicken, fetten Zwischentiteln locker 1000) und läse sich, hielte man sich ran, in locker einem halben Jahr durchlesen. Da ich mich dann aber doch nicht sooo wichtig nehme und vorsichtig vermute, dass dieses Thema, ausführlichst ausformuliert, wohl auf wenige echte Interessenten stieße (herrjeh, ich würde mir solch einen Schinken auch nicht komplett durchlesen wollen!), bleibt es bei einem vagen Gedicht...

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Karl-Konrad Knooshood).
Der Beitrag wurde von Karl-Konrad Knooshood auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.09.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  • Autorensteckbrief
  • knorkeknooshoodgmx.de (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)
  • 1 Leserinnen/Leser folgen Karl-Konrad Knooshood

  Karl-Konrad Knooshood als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Visionen. - An den Ufern der Unendlichkeit - von Tilman Frank (+)



manchmal
exotische / erotische
Geschichten


Eine faszinierende Sammlung von Kurzgeschichten, die zwischen 1987 und 1994 entstanden sind, hat Tilman Fank im Laufe des letzten Jahres überarbeitet und zusammengestellt und nun in seinem Buch "Visionen" veröffentlicht.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (2)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Klartext" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Karl-Konrad Knooshood

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Im Zweifel für den Iro von Karl-Konrad Knooshood (Absurd)
Obamamanie von Ingrid Drewing (Klartext)
Liebe von Karl-Heinz Fricke (Liebesgedichte)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen