Günter Weschke

Ein Leben wie im Paradies

Aussi Song

Wo noch im Busch der Koala lebt,
Der Eukalyptus in den Himmel strebt.
Die Luft ist erfüll von Hitze und Schweiß.
Die Sonne brennt vom Himmel heiß,
So ist mein Australien, so lieb ich es sehr,
Drum zieht es mich immer wieder hier her.

In Queensland sind die Menschen in Not,
Weil dort seit Wochen eine Katastrophe droht,
Es regnet, wie seit Jahren nicht mehr,
Die Natur ertrinkt, das Land ist ein Meer,
Selbst Fische sieht man im Wasser ertrinken,
Um danach langsam auf den Boden zu sinken.

Die Heimstatt der Menschen, verschwunden im Wasser,

Leben wie im Märchen


Heute ist der 1. April 2022, es ist kalt in Deutschland.
Ein Kälteeinbruch im Frühling, lässt mich wieder an die heißen Sommer in Australien denken.
So, der Glühwein dampft im Glas, die Heizung spendet Wärme und mein Relax Sessel verspricht mir, eine Zeit des Entspannens zu Erleben.
Hier kann ich wirklich Träumen.

Es ist jetzt schon mehr als dreißig Jahre her, aber es kommt mir fast wie gestern vor, ja, wir waren viele Male in Australien, immer in der Zeit von November bis April, hier war Winter, drüber war es Sommer.

Wir haben uns vor Queensland, auf der Insel -Magnetic - Island -, ein Haus gemietet, es stand auf einem halbwilden Grundstück, mit einem kleinen Berg, Regenwald, mit Mango-Bäumen, Kakadus, Papageien, Koalas, riesengroßen Spinnen und giftigen Schlangen.

Wir hatten nur einmal einen Schlangenkontakt und auch nur einen einzigen Spinnenkontakt, alles verlief harmlos.
Natürlich muss man die Augen offen halten.

Wir haben jeden einzelner Tag auf dieser Insel genossen.
Unsere Hauptbeschäftigung war das Fischen, mit einem kleinen Zweisitzer über die Insel zu fahren, (nicht schneller als 20 Km) und diese wunderbaren, exotischen Blumendüfte in uns einzusaugen.

Es ist ein, von der Natur verwöhntes Paradies.

Unser normaler Tagesablauf war, nach dem Aufstehen, erst einmal zu den Mango Bäumen zu gehen, mit den Kakadus ein paar freundliche Worte wechseln und uns, um die von ihnen abgedrehten Früchte zu kümmern.
Diese wunderschönen, bunten, großen Vögel, waren natürlich nicht sehr erbaut von unserem Erscheinen.
Also, wenn man ihre gekrächzten Worte übersetzen würde…?

Aber gut, mit einer Tasche voller Früchte ging es dann Heim, Obst Putzen und erst einmal in den Kühlschrank damit.
Danach wurde gefrühstückt, das bereit gelegte Angelzeug genommen und die fünf Minuten zum Meer, -vorbei an kleinen Felsen, Kängurus, sie leben hier auf/in kleineren Steinhügeln-, erwartungsvoll zurückgelegt.

Der Indische Ozean, der hier unsere Füße umspülte, war angenehm lauwarm.
Das Meer hatte sich vor längerer Zeit einen Weg ins Inselinnere gesucht, es gab eine etwa drei Meter breite, tiefere Rinne, vom Meer, zu einem größeren See, der sich anschließend gebildet hatte.

Wir hatten einen guten Platz gefunden, auf dem wir etwa einen Meter über der Wasseroberfläche standen.
Ein paar Palmen spendeten etwas Schatten, wir warfen unsere Ruten aus, setzten uns auf einen kleinen Felsen und warteten ab.
Angeln ist ein “stiller“ Sport, es wird also nicht gequatscht.
Wir beobachteten unsere Posen und dann auch die Fischadler am Himmel.
Irgendwo hinter uns quatschten aber doch ein paar Papageien.

Meine Frau hatte das Erste Angelglück, Pose war weg, ein kurzer Ruck und ein silbernes Etwas hing am Haken, ja, natürlich ein Fisch.

Es war ein zwei Kilogramm schwerer Flathead, ein Flachkopf, sehr guter Speisefisch.
Also ab nach Hause.
In der Zwischenzeit war es auch bereits sehr heiß geworden.
Den Fisch habe ich gleich am Wasser geputzt, meine Frau übernahm die Zubereitung, während ich mich jetzt um die Mangos kümmerte.
Wir machten daraus nur Saft und der war köstlich. (Der Fisch übrigens auch)
Oft gingen wir auch noch am späten Nachmittag ans Meer.
Dann nahmen wir auch etwas Obst für die kleinen Kängurus mit.

So verging der Tag und wenn es dann Abend wurde, saßen wir oft noch auf der großen Terrasse, tranken eisgekühlten Mangosaft, manchmal auch mit Rum und starrten in den tiefblauen Nachthimmel, der hier von vielen tausend Sternen erhellt wurde.
Es sah aus, wie ein riesiger Sternenteppich, der leuchtend funkelte.
Das Besondere aber war, über uns stand das -Kreuz des Südens -, eingefangen von der emotionalen Umgebung, der vielen unterschiedlichen Tierstimmen, ist es tatsächlich ein Erlebnis der besonderen Art.
Hier könnte ich zu einem -Hemingway- werden.

Bis weit nach Mitternacht, betrachteten wir dieses Schauspiel, die Stimmen der Natur, die warme Sommernacht, unvergessliche Erlebnisse.
Am anderen Morgen war es das Gleiche Spiel, zuerst zu den Kakadus, Quatschen, Früchte auflesen, Frühstücken und Fischen.
Übrigens, diese Mangos dort, sind nicht mit denen zu Vergleichen, die es hier bei uns im Supermarkt gibt.
Es sind große, süße und saftige Früchte, mit dem vollen Mango Geschmack.(viel besser als eine Ananas)
Gerade hier, auf der Insel, sehen wir auf vielen Grundstücken, diese Obstbäume, zur Erntezeit, also jetzt, liegen die Früchte zu hunderten in den Gärten verstreut.
Die Gartenbesitzer können nicht alles Verarbeiten und lassen das Obst liegen, dann kommen in der Nacht viele Tiere, die davon Leben.
Wir selbst sind von den Besitzern eingeladen worden, herzukommen und so viel wir möchten, mitzunehmen.
Also ja, zur Erntezeit (3 Monate), kann man sehr gut davon Leben.
Die Bäume selbst können recht groß werden.

Die große Hitze ist natürlich eine Abschreckung, gerade für Menschen mit Problemen, nicht jeder verträgt sie.
Ich selbst kam damit zurecht, meine Frau etwas weniger, aber wir waren ja auch vorsichtig, haben die Mittagshitze gemieden und dafür die langen Abende genossen.

“Unser“ kleiner Regenwald machte uns viel Freude, wir sahen oft große, wunderschöne Falter, die um Bäume schwirrten, welche stark nach Vanille dufteten, manchmal kamen hundert angeflogen.

Es gab fast täglich auch kleine Abenteuer, wir sahen einen großen Hai, der in einer Mulde gefangen war, er hatte sicherlich die Ebbe verschlafen und musste warten, bis später dann die Flut kam.
Eines Tages, als wir auf der Terrasse saßen, kam ein etwa Taubengroßer Vogel, setzte sich auf das Geländer und "redete" mit uns. Er war sehr mitteilungsbedürftig, er hatte ein schwarz weises Gefieder und lief beim "Reden"" immer hin und her. Also ja, er war sehr unterhaltsam und das Schöne ist, er kam viele Tage wieder, er konnte auch laut "Singen".

Wer gern die Natur beobachtet, hier konnte man täglich etwas Erleben, das Schöne und das Schreckliche wohnen nebeneinander.
Aber da wir Menschen ja viel schrecklicher sein können, als die Tiere. ...na ja!

Wir sahen Krokodile, einen Kasuar, hunderte von -Lories-, bunte Wellensittiche, die einen furchtbaren Lärm machten.
Auch die Herstellung von Kakadus konnten wir beobachten.

Obwohl sechs Monate eine lange Zeit ist, verging diese Zeit immer viel zu schnell.

© Günter Weschke


Es ist schön, dass es sie gibt, diese Erinnerungen an etwas ganz Besonderes. Gern würde ich das Erlebte, noch einmal Erleben wollen, einen Koala im Arm halten, einen Hai - Angriff auf meinen gerade gefangenen Thunfisch, Küsse unter dem -Kreuz des Südens -, das Gequatsche der Kakadus, und, und, und. Ich kenne nur dieses Eine, wirkliche Paradies, AUSTRALIEN!
Das Land verwüstet, ja, ich bin ein Hasser
Der Regen hat alles zerstört, was mir hat gehört,
Mein Herz ist im Meer der Tränen gefangen
Und mit der Hoffnung hier untergegangen,
Die Zukunft wurde für alle zerstört.


Mehrere hunderttausends Menschen sind auf der Flucht vor dem Wasser.




























































Aussi Song

Wo noch im Busch der Koala lebt,
Der Eukalyptus in den Himmel strebt.
Die Luft ist erfüll von Hitze und Schweiß.
Die Sonne brennt vom Himmel heiß,
So ist mein Australien, so lieb ich es sehr,
Drum zieht es mich immer wieder hier her.

In Queensland sind die Menschen in Not,
Weil dort seit Wochen eine Katastrophe droht,
Es regnet, wie seit Jahren nicht mehr,
Die Natur ertrinkt, das Land ist ein Meer,
Selbst Fische sieht man im Wasser ertrinken,
Um danach langsam auf den Boden zu sinken.

Die Heimstatt der Menschen, verschwunden im Wasser,
Das Land verwüstet, ja, ich bin ein Hasser
Der Regen hat alles zerstört, was mir hat gehört,
Mein Herz ist im Meer der Tränen gefangen
Und mit der Hoffnung hier untergegangen,
Die Zukunft wurde für alle zerstört.


Mehrere hunderttausends Menschen sind auf der Flucht vor dem Wasser.























































































 

 









































 

Leben wie im Paradies


Heute ist der 1. April 2022, es ist kalt in Deutschland.
Ein Kälteeinbruch im Frühling, lässt mich wieder an die heißen Sommer in Australien denken.
So, der Glühwein dampft im Glas, die Heizung spendet Wärme und mein Relax Sessel verspricht mir, eine Zeit des Entspannens zu Erleben.
Hier kann ich wirklich Träumen.

Es ist jetzt schon mehr als dreißig Jahre her, aber es kommt mir fast wie gestern vor, ja, wir waren viele Male in Australien, immer in der Zeit von November bis April, hier war Winter, drüber war es Sommer.

Wir haben uns vor Queensland, auf der Insel -Magnetic - Island -, ein Haus gemietet, es stand auf einem halbwilden Grundstück, mit einem kleinen Berg, Regenwald, mit Mango-Bäumen, Kakadus, Papageien, Koalas, riesengroßen Spinnen und giftigen Schlangen.

Wir hatten nur einmal einen Schlangenkontakt und auch nur einen einzigen Spinnenkontakt, alles verlief harmlos.
Natürlich muss man die Augen offen halten.

Wir haben jeden einzelner Tag auf dieser Insel genossen.
Unsere Hauptbeschäftigung war das Fischen, mit einem kleinen Zweisitzer über die Insel zu fahren, (nicht schneller als 20 Km) und diese wunderbaren, exotischen Blumendüfte in uns einzusaugen.

Es ist ein, von der Natur verwöhntes Paradies.

Unser normaler Tagesablauf war, nach dem Aufstehen, erst einmal zu den Mango Bäumen zu gehen, mit den Kakadus ein paar freundliche Worte wechseln und uns, um die von ihnen abgedrehten Früchte zu kümmern.
Diese wunderschönen, bunten, großen Vögel, waren natürlich nicht sehr erbaut von unserem Erscheinen.
Also, wenn man ihre gekrächzten Worte übersetzen würde…?

Aber gut, mit einer Tasche voller Früchte ging es dann Heim, Obst Putzen und erst einmal in den Kühlschrank damit.
Danach wurde gefrühstückt, das bereit gelegte Angelzeug genommen und die fünf Minuten zum Meer, -vorbei an kleinen Felsen, Kängurus, sie leben hier auf/in kleineren Steinhügeln-, erwartungsvoll zurückgelegt.

Der Indische Ozean, der hier unsere Füße umspülte, war angenehm lauwarm.
Das Meer hatte sich vor längerer Zeit einen Weg ins Inselinnere gesucht, es gab eine etwa drei Meter breite, tiefere Rinne, vom Meer, zu einem größeren See, der sich anschließend gebildet hatte.

Wir hatten einen guten Platz gefunden, auf dem wir etwa einen Meter über der Wasseroberfläche standen.
Ein paar Palmen spendeten etwas Schatten, wir warfen unsere Ruten aus, setzten uns auf einen kleinen Felsen und warteten ab.
Angeln ist ein “stiller“ Sport, es wird also nicht gequatscht.
Wir beobachteten unsere Posen und dann auch die Fischadler am Himmel.
Irgendwo hinter uns quatschten aber doch ein paar Papageien.

Meine Frau hatte das Erste Angelglück, Pose war weg, ein kurzer Ruck und ein silbernes Etwas hing am Haken, ja, natürlich ein Fisch.

Es war ein zwei Kilogramm schwerer Flathead, ein Flachkopf, sehr guter Speisefisch.
Also ab nach Hause.
In der Zwischenzeit war es auch bereits sehr heiß geworden.
Den Fisch habe ich gleich am Wasser geputzt, meine Frau übernahm die Zubereitung, während ich mich jetzt um die Mangos kümmerte.
Wir machten daraus nur Saft und der war köstlich. (Der Fisch übrigens auch)
Oft gingen wir auch noch am späten Nachmittag ans Meer.
Dann nahmen wir auch etwas Obst für die kleinen Kängurus mit.

So verging der Tag und wenn es dann Abend wurde, saßen wir oft noch auf der großen Terrasse, tranken eisgekühlten Mangosaft, manchmal auch mit Rum und starrten in den tiefblauen Nachthimmel, der hier von vielen tausend Sternen erhellt wurde.
Es sah aus, wie ein riesiger Sternenteppich, der leuchtend funkelte.
Das Besondere aber war, über uns stand das -Kreuz des Südens -, eingefangen von der emotionalen Umgebung, der vielen unterschiedlichen Tierstimmen, ist es tatsächlich ein Erlebnis der besonderen Art.
Hier könnte ich zu einem -Hemingway- werden.

Bis weit nach Mitternacht, betrachteten wir dieses Schauspiel, die Stimmen der Natur, die warme Sommernacht, unvergessliche Erlebnisse.
Am anderen Morgen war es das Gleiche Spiel, zuerst zu den Kakadus, Quatschen, Früchte auflesen, Frühstücken und Fischen.
Übrigens, diese Mangos dort, sind nicht mit denen zu Vergleichen, die es hier bei uns im Supermarkt gibt.
Es sind große, süße und saftige Früchte, mit dem vollen Mango Geschmack.(viel besser als eine Ananas)
Gerade hier, auf der Insel, sehen wir auf vielen Grundstücken, diese Obstbäume, zur Erntezeit, also jetzt, liegen die Früchte zu hunderten in den Gärten verstreut.
Die Gartenbesitzer können nicht alles Verarbeiten und lassen das Obst liegen, dann kommen in der Nacht viele Tiere, die davon Leben.
Wir selbst sind von den Besitzern eingeladen worden, herzukommen und so viel wir möchten, mitzunehmen.
Also ja, zur Erntezeit (3 Monate), kann man sehr gut davon Leben.
Die Bäume selbst können recht groß werden.

Die große Hitze ist natürlich eine Abschreckung, gerade für Menschen mit Problemen, nicht jeder verträgt sie.
Ich selbst kam damit zurecht, meine Frau etwas weniger, aber wir waren ja auch vorsichtig, haben die Mittagshitze gemieden und dafür die langen Abende genossen.

“Unser“ kleiner Regenwald machte uns viel Freude, wir sahen oft große, wunderschöne Falter, die um Bäume schwirrten, welche stark nach Vanille dufteten, manchmal kamen hundert angeflogen.

Es gab fast täglich auch kleine Abenteuer, wir sahen einen großen Hai, der in einer Mulde gefangen war, er hatte sicherlich die Ebbe verschlafen und musste warten, bis später dann die Flut kam.
Eines Tages, als wir auf der Terrasse saßen, kam ein etwa Taubengroßer Vogel, setzte sich auf das Geländer und "redete" mit uns. Er war sehr mitteilungsbedürftig, er hatte ein schwarz weises Gefieder und lief beim "Reden"" immer hin und her. Also ja, er war sehr unterhaltsam und das Schöne ist, er kam viele Tage wieder, er konnte auch laut "Singen".

Wer gern die Natur beobachtet, hier konnte man täglich etwas Erleben, das Schöne und das Schreckliche wohnen nebeneinander.
Aber da wir Menschen ja viel schrecklicher sein können, als die Tiere. ...na ja!

Wir sahen Krokodile, einen Kasuar, hunderte von -Lories-, bunte Wellensittiche, die einen furchtbaren Lärm machten.
Auch die Herstellung von Kakadus konnten wir beobachten.

Obwohl sechs Monate eine lange Zeit ist, verging diese Zeit immer viel zu schnell.

© Günter Weschke


Es ist schön, dass es sie gibt, diese Erinnerungen an etwas ganz Besonderes. Gern würde ich das Erlebte, noch einmal Erleben wollen, einen Koala im Arm halten, einen Hai - Angriff auf meinen gerade gefangenen Thunfisch, Küsse unter dem -Kreuz des Südens -, das Gequatsche der Kakadus, und, und, und. Ich kenne nur dieses Eine, wirkliche Paradies, AUSTRALIEN!





















































 

Leben wie im Märchen


Heute ist der 1. April 2022, es ist kalt in Deutschland.
Ein Kälteeinbruch im Frühling, lässt mich wieder an die heißen Sommer in Australien denken.
So, der Glühwein dampft im Glas, die Heizung spendet Wärme und mein Relax Sessel verspricht mir, eine Zeit des Entspannens zu Erleben.
Hier kann ich wirklich Träumen.

Es ist jetzt schon mehr als dreißig Jahre her, aber es kommt mir fast wie gestern vor, ja, wir waren viele Male in Australien, immer in der Zeit von November bis April, hier war Winter, drüber war es Sommer.

Wir haben uns vor Queensland, auf der Insel -Magnetic - Island -, ein Haus gemietet, es stand auf einem halbwilden Grundstück, mit einem kleinen Berg, Regenwald, mit Mango-Bäumen, Kakadus, Papageien, Koalas, riesengroßen Spinnen und giftigen Schlangen.

Wir hatten nur einmal einen Schlangenkontakt und auch nur einen einzigen Spinnenkontakt, alles verlief harmlos.
Natürlich muss man die Augen offen halten.

Wir haben jeden einzelner Tag auf dieser Insel genossen.
Unsere Hauptbeschäftigung war das Fischen, mit einem kleinen Zweisitzer über die Insel zu fahren, (nicht schneller als 20 Km) und diese wunderbaren, exotischen Blumendüfte in uns einzusaugen.

Es ist ein, von der Natur verwöhntes Paradies.

Unser normaler Tagesablauf war, nach dem Aufstehen, erst einmal zu den Mango Bäumen zu gehen, mit den Kakadus ein paar freundliche Worte wechseln und uns, um die von ihnen abgedrehten Früchte zu kümmern.
Diese wunderschönen, bunten, großen Vögel, waren natürlich nicht sehr erbaut von unserem Erscheinen.
Also, wenn man ihre gekrächzten Worte übersetzen würde…?

Aber gut, mit einer Tasche voller Früchte ging es dann Heim, Obst Putzen und erst einmal in den Kühlschrank damit.
Danach wurde gefrühstückt, das bereit gelegte Angelzeug genommen und die fünf Minuten zum Meer, -vorbei an kleinen Felsen, Kängurus, sie leben hier auf/in kleineren Steinhügeln-, erwartungsvoll zurückgelegt.

Der Indische Ozean, der hier unsere Füße umspülte, war angenehm lauwarm.
Das Meer hatte sich vor längerer Zeit einen Weg ins Inselinnere gesucht, es gab eine etwa drei Meter breite, tiefere Rinne, vom Meer, zu einem größeren See, der sich anschließend gebildet hatte.

Wir hatten einen guten Platz gefunden, auf dem wir etwa einen Meter über der Wasseroberfläche standen.
Ein paar Palmen spendeten etwas Schatten, wir warfen unsere Ruten aus, setzten uns auf einen kleinen Felsen und warteten ab.
Angeln ist ein “stiller“ Sport, es wird also nicht gequatscht.
Wir beobachteten unsere Posen und dann auch die Fischadler am Himmel.
Irgendwo hinter uns quatschten aber doch ein paar Papageien.

Meine Frau hatte das Erste Angelglück, Pose war weg, ein kurzer Ruck und ein silbernes Etwas hing am Haken, ja, natürlich ein Fisch.

Es war ein zwei Kilogramm schwerer Flathead, ein Flachkopf, sehr guter Speisefisch.
Also ab nach Hause.
In der Zwischenzeit war es auch bereits sehr heiß geworden.
Den Fisch habe ich gleich am Wasser geputzt, meine Frau übernahm die Zubereitung, während ich mich jetzt um die Mangos kümmerte.
Wir machten daraus nur Saft und der war köstlich. (Der Fisch übrigens auch)
Oft gingen wir auch noch am späten Nachmittag ans Meer.
Dann nahmen wir auch etwas Obst für die kleinen Kängurus mit.

So verging der Tag und wenn es dann Abend wurde, saßen wir oft noch auf der großen Terrasse, tranken eisgekühlten Mangosaft, manchmal auch mit Rum und starrten in den tiefblauen Nachthimmel, der hier von vielen tausend Sternen erhellt wurde.
Es sah aus, wie ein riesiger Sternenteppich, der leuchtend funkelte.
Das Besondere aber war, über uns stand das -Kreuz des Südens -, eingefangen von der emotionalen Umgebung, der vielen unterschiedlichen Tierstimmen, ist es tatsächlich ein Erlebnis der besonderen Art.
Hier könnte ich zu einem -Hemingway- werden.

Bis weit nach Mitternacht, betrachteten wir dieses Schauspiel, die Stimmen der Natur, die warme Sommernacht, unvergessliche Erlebnisse.
Am anderen Morgen war es das Gleiche Spiel, zuerst zu den Kakadus, Quatschen, Früchte auflesen, Frühstücken und Fischen.
Übrigens, diese Mangos dort, sind nicht mit denen zu Vergleichen, die es hier bei uns im Supermarkt gibt.
Es sind große, süße und saftige Früchte, mit dem vollen Mango Geschmack.(viel besser als eine Ananas)
Gerade hier, auf der Insel, sehen wir auf vielen Grundstücken, diese Obstbäume, zur Erntezeit, also jetzt, liegen die Früchte zu hunderten in den Gärten verstreut.
Die Gartenbesitzer können nicht alles Verarbeiten und lassen das Obst liegen, dann kommen in der Nacht viele Tiere, die davon Leben.
Wir selbst sind von den Besitzern eingeladen worden, herzukommen und so viel wir möchten, mitzunehmen.
Also ja, zur Erntezeit (3 Monate), kann man sehr gut davon Leben.
Die Bäume selbst können recht groß werden.

Die große Hitze ist natürlich eine Abschreckung, gerade für Menschen mit Problemen, nicht jeder verträgt sie.
Ich selbst kam damit zurecht, meine Frau etwas weniger, aber wir waren ja auch vorsichtig, haben die Mittagshitze gemieden und dafür die langen Abende genossen.

“Unser“ kleiner Regenwald machte uns viel Freude, wir sahen oft große, wunderschöne Falter, die um Bäume schwirrten, welche stark nach Vanille dufteten, manchmal kamen hundert angeflogen.

Es gab fast täglich auch kleine Abenteuer, wir sahen einen großen Hai, der in einer Mulde gefangen war, er hatte sicherlich die Ebbe verschlafen und musste warten, bis später dann die Flut kam.
Eines Tages, als wir auf der Terrasse saßen, kam ein etwa Taubengroßer Vogel, setzte sich auf das Geländer und "redete" mit uns. Er war sehr mitteilungsbedürftig, er hatte ein schwarz weises Gefieder und lief beim "Reden"" immer hin und her. Also ja, er war sehr unterhaltsam und das Schöne ist, er kam viele Tage wieder, er konnte auch laut "Singen".

Wer gern die Natur beobachtet, hier konnte man täglich etwas Erleben, das Schöne und das Schreckliche wohnen nebeneinander.
Aber da wir Menschen ja viel schrecklicher sein können, als die Tiere. ...na ja!

Wir sahen Krokodile, einen Kasuar, hunderte von -Lories-, bunte Wellensittiche, die einen furchtbaren Lärm machten.
Auch die Herstellung von Kakadus konnten wir beobachten.

Obwohl sechs Monate eine lange Zeit ist, verging diese Zeit immer viel zu schnell.

© Günter Weschke


Es ist schön, dass es sie gibt, diese Erinnerungen an etwas ganz Besonderes. Gern würde ich das Erlebte, noch einmal Erleben wollen, einen Koala im Arm halten, einen Hai - Angriff auf meinen gerade gefangenen Thunfisch, Küsse unter dem -Kreuz des Südens -, das Gequatsche der Kakadus, und, und, und. Ich kenne nur dieses Eine, wirkliche Paradies, AUSTRALIEN!











 

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Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Günter Weschke).
Der Beitrag wurde von Günter Weschke auf e-Stories.de eingesendet.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.09.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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