Brigitte Waldner

Körperbemalung


Hat wer den Arm, das Bein, den Po
vielleicht auch sonst noch irgendwo,
verziert mit einem schwarzen Bild,
und dafür auch noch Geld gegeben,
ist er gebrandmarkt für sein Leben.

Das ist ein Schmerz, der für nichts nützt,
Verschmutzung, die die Haut nicht schützt.
Wenn einer als Verbrecher gilt,
dann kann er sich ja stechen lassen;
für die Banditen wird es passen.

Wenn ich die Tätowierung seh‘,
tut mir der Anblick ja schon weh,
so dass es sich alsbald empfiehlt,
die Tätowierten zu versteuern,
man könnte davon Parks erneuern.

Wer seinen Körper gern bemalt,
nur so zum Spaß für Stunden halt,
dann wird es wieder abgespült,
kann ja zum Bodypainting gehen,
dort kann man schöne Werke sehen.

Ein junger Körper ist gefragt,
denn leider ist man dabei nackt,
weshalb man sich dann teils verkühlt,
und teils holt man sich Sonnenbrand
bei dem Event im Ferienland.

Am besten zieht man Kleider an,
zumindest wäre das normal,
für Buntes wär Gelegenheit,
so wie der Adel im Mittelalter,
und stark gemustert, wie ein Falter.

Im Karneval wird es gemacht,
und auch in volkstümlicher Tracht.
In Lederhosen, im Dirndlkleid
erspart man sich die Kriegsbemalung
und die Gefangenenmarkierung.

© Brigitte Waldner

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