Aleksey Prays

Wir kannten uns seit Jahren nicht

Wir kannten uns seit Jahren nicht.
Seit 13 langen Jahren.
Ich würde gern dir alles sagen ins Gesicht.
Und du dabei mich blöd anstaren.

Dir endlich sagen, wie es ist.
Wie fühlt es sich so an.
Wenn du nicht weiß, wo du gerade bist.
Du stehst im Leben wie im Schlamm.

Und deine Freunde können nicht kopieren.
Wie ist es? Und du bist traurig und stumm.
Mit dreizehn Jahren dich verlieren.
Und geht's danach gleich schief und krumm.

Waren Momente wie im Kino,
Als ob du hier, vor meinem Bett.
Und ich versuche anfangs höflich,
Dann wie immer... Und du verschwindest langsam, nur die Silhouette.

Wie soll ich dann mich ausdrucken?
Verdammter Geist, d'bist nur Einbildung.
Ich wollte schreien, schlagen dich, und doch ganz herzlich drücken.
Verzeih mir doch für diese miese Schilderung.

Aber eigentlich sollst du nichts verzeihen,
Der Opfer war die ganze Zeit nur ich.
Na klar, von dir so wurd' es alles nicht gemeint.
Mit deinen Fäusten stehst du für mich im schlechten Licht.

Und so vergingen alle diese Jahre.
Ich habe dich geliebt, gehasst.
Und wenn ich hasste, dann kreist' mein Hass in Scharen.
Und doch geliebt... Geliebt! Und wieder toll gehasst.

Es sind nun nicht mehr 13 Jahre.
Dich hass' ich auch lang' nicht mehr.
Die Jahre gingen. Ich bin Vater.
Es geht nun mehr gerade. Im Herzen auch nicht mehr so leer.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.09.2022. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Ein tiefes Blau - Berlin von Heiger Ostertag



Während eines Berlinaufenthalts lockt eine schöne Unbekannte den Schriftsteller Alexander Veldo in die Räume einer Vernissage. Dort wird er mit einem Bild konfrontiert, das ihn völlig in den Bann schlägt. Am nächsten Morgen ist das Gemälde verschwunden. Die Suche nach dem Bild führt Veldo tief in die faszinierende und vielfältige Welt der Kunst. Im Kunstmilieu selbst begegnen ihm Anne, Julia und Antonie, drei sehr eigenwillige Frauen, mit denen bald ein verwirrendes Beziehungsspiel beginnt. Im Hintergrund des Geschehens agiert der Händler Panduli, der Veldo für seine zwielichtigen Kunstgeschäfte zu nutzen sucht. Veldo macht sich in seinem Auftrag mit Julia auf die Suche nach dem verlorenen Bild. Auf der Reise intensiviert sich das kunstvolle Spiel ihrer Verbindung. Doch bald zerstören Pandulis dunkle Geschäfte die Idylle. Julia verlässt ihn und Veldo lebt kurz mit Anne und dann mit Antonie zusammen. Eine unbestimmte Drohung lastet über den Beziehungen, vor der Veldo nach Ägypten flieht. Vergeblich, denn während einer Schiffsfahrt auf dem Nil treten ihm erneut Anne, Antonie und Julia entgegen und Veldo verliert sich mit ihnen in einer surrealen, Angst erfüllten Traumwelt, aus der er nur mit Mühen entkommt. Schließlich kehrt er mit Anne nach Deutschland zurück, aber ihre Beziehung scheitert erneut. Monate vergehen, die er mit der Verarbeitung und der Niederschrift seiner seltsamen Erlebnisse verbringt. Und eines Tages macht Veldo eine eigenartige Entdeckung.

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