Thomas-Otto Heiden

Der Baum und die Hecke





Der Baum und die Hecke

 

 

 

Ein Baum stand ganz kahl,
weil es Herbst wurd im Tal.
Doch machte es ihm nichts aus.
Denn er wusste genau,
wenn es Frühling wird,
sehe ich bald wieder wie früher aus.

Eine kleine Hecke, an einer Ecke,
die sah es und lachte über das was sie sah.
Du bist ja ganz nackig und kahl.
Sprach sie zu ihm.
Schau her zu mir und sehe mich an.
Ich bin noch wunderbar grün,
denn bei mir ist noch alles dran.
So ging es den ganze Herbst und Winter lang.

An einem Morgen,
als der Frühling zurück kam ins Tal,
da waren am Baume mit einem Mal,
überall neue Blätter dran. 
Sodass er wie früher aussah.
Die Hecke sie war ganz verdutzt.
Konnte nicht glauben was sie da sah.
Kurz darauf,
da wurde ihr schönes Grün, arg gestutzt.

Ganz kleinlaut wurde sie da.
Wagte nicht zu reden oder sich zu bewegen.
Der Baum sah sich was geschah, ganz genau an.
und er lachte sie auch nicht aus,
Hörte aber tief in sich hinein,
denn er sah ihre Pein.

Die Hecke, sie sah sehr traurig aus.
Wie sie so da stand, ganz nackt und kahl.
Sicherlich fror sie ganz schrecklich,
in den noch recht kühlen Nächten.
Und am Tage die Sonne, 
war ihr wohl eine Qual,
Das war es, was der Baume nun sah. 
So beschloss er, ihr zu helfen.

Er reckte und streckte seine Zweige,
so weit wie er nur konnte,
und breitete sie über der kleinen Hecke aus.
Spendete ihr Schatten am Tage,
und deckte sie zu mit seinem Blätterkleid,
in der kalten Nacht.
Fortan hat die kleine Hecke,
nie wieder ihre Späße,
über den Baume,
im Herbst und Winter gemacht.



Thomas-Otto Heiden

 

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