Sieghild Krieter

Finsternis


Frierend steht er im Dunkeln
ohne Mut ohne Kraft
selbst das Sternengefunkel macht der Finsternis Platz

Und ich hörte ihn reden
wie er frierend dort stand
wohin soll ich nun gehen wer reicht mir seine Hand

Und es weht aus der Nacht
 nur ein eiskalter Hauch
er verließ unbedacht das ihn schützende Haus

Ging aufs Eis und brach ein
in die finstere Macht
hilflos war all sein Schrein er vergab seine Kraft

Leise sprach er die Worte
 und ich hörte ihm zu
und ich spürte er wollte nur den Frieden und Ruh

Ach ich habe ganz plötzlich
etwas von mir verloren
es war da ohne Antlitz hab’ ihm Treue geschworen

Einen Schatten der mich
hin und wieder verfolgt
der dem Dasein versprach dass er niemals sich trollt

Ja er hatte sich leis
aus dem Staube gemacht
und auf einmal steh ich vor der schwärzesten Nacht

Keine Sonne kein Licht
ringsherum Dunkelheit
mittendrin stehe ich Einsamkeit macht sich breit

Oh ich habe den Boden
unter den Füßen verloren
und ich fühle mich kalt  wie lebendig gestorben

Sag mir wo ist mein Schatten
sag mir wo ist das Licht
ohne ihn ist kein Lachen  nur die Finsternis spricht

Hilflos steh ich daneben 
höre lautlos ihm zu
und ich kann ihm nicht geben seine innere Ruh

Lege sanft meinen Arm
 um die Trauergestalt
Komm nimm meine Wärme denn hier draußen ist’s kalt

Eng umschlungen stehen wir
 ich höre weiter ihm zu
und die Uhr sie schlug vier als er fand endlich Ruh.


copyright by &ie





 

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Sieghild Krieter).
Der Beitrag wurde von Sieghild Krieter auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.09.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Herzgetragen Seelenwarm: Gedichte und Zeichnungen von Edeltrud Wisser



Die Autorin lädt Sie ein, einzutauchen in die Welt der lyrischen Poesie, der Liebe, Gefühle und in die Gedanken über das menschliche Dasein. Sie wünscht ihren Leserinnen und Leser Herzgetragene und Seelenwärmende Augenblicke.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (3)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Nachdenkliches" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Sieghild Krieter

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Gestern war, heute ist... von Sieghild Krieter (Gedanken)
Am Fenster von Horst Rehmann (Nachdenkliches)
Respekt und Würde von Franz Bischoff (Gedanken)