Vereinsamt sein im Alter irgendwann,
man nicht so richtig fassen kann;
da wird man einfach nur mehr teinahmslos,
das ist der Alten letztes Los.
So hart kann unser Leben sein Renate.
LG Bertl.
freude13.11.2022
Vereinsamung gibt es zu oft im Alltag liebe Renate und diese ist grausam! Sonntagsgrüße Franz
FranzB13.11.2022
Liebe Renate,
du hast die Einsamkeit , wie sie viele ältere Menschen, die kraftlos geworden sind - oder mutlos - sehr einfühlsam erzählt.
Wenn die Freunde verstorben sind und auch nahe Angehörige - dann will man entfliehen....vielleicht in der Hoffnung auf ein Wiedersehen mit denen, die man vermisst.
Liebe Grüße in deinen ( hoffentlich nicht einsamen) Sonntag.
Ingrid
Ingrid Bezold13.11.2022
ich verstehe, was du meinst, liebe Renate. Solch ein Leben am Fenster, weil Menschen vielleicht auch nicht mehr rausgehen können, ist unwürdig. Gestern noch sprachen mein Mann und ich darüber, dass ich so nicht leben wollen würde. Aber oftmals wird ja unsinnigerweise ein natürlicher Tod durch Medikamente und Pflege verhindert. Unwürdig eigentlich... LG von Monika
Monika Schnitzler13.11.2022
Renate, dieses gesellschaftskritische Thema hast du in deinem Gedicht auf den Punkt gebracht. Es regt auf jeden Fall zum Nachdenken an….
Liebe Grüße
Ingrid
Einsamkeit im Alter
Langjährige Freunde sterben weg,
Angehörige gibt es vielleicht gar nicht,
oder wohnen möglicherweise weit weg
und haben mit eigenen Problemen zu kämpfen.
Da kann es schnell passieren, dass sich
alte Leute wie ausrangiert fühlen.
Auf dem Abstellgleis am Rande der Gesellschaft
bleibt ihnen nur noch die Rolle des Zuschauers.
Am sogenannten prallen Leben
nehmen sie ohnehin seit Jahren nicht teil.
In der Eintönigkeit ihres Alltags
läuft ihre absehbar kurze Lebenszeit
subjektiv immer schneller, rinnt ihnen
regelrecht durch die Finger.
Noch bevor sie den körperlichen Tod sterben
ereilt sie in ihrer „Unsichtbarkeit“ der soziale Tod.
In Erscheinung treten sie erst wieder,
wenn Bestattungsunternehmen aktiv werden
und die Rentenversicherungsanstalt
die Unterlagen der Verstorbenen ad acta legt.
ibaum13.11.2022
Liebe Renate,
die oft tragische Situation der Alten unserer Gesellschaft hast du in deinem Gedicht treffend herausgestellt. Nachdem sie sich ein Leben lang abgerackert haben, auch teilweise in der Nachkriegszeit das Land wieder mit aufgebaut haben, schiebt man sie nach dem Berufsleben oft auf das Abstellgleis der Einsamkeit. Besonders dramatisch läuft es in den Pflegeheimen ab. Die (Groß-)familien sind zersplittert, Freunde und Bekannte wurden im Laufe der Zeit einer nach dem anderen bereits zu Grabe getragen. Gesundheitliche Einschränkungen verhindern oft das Schließen neuer Bekanntschaften. Und obendrein leben sie häufig auch noch an der Armutsgrenze. Viele sehnen sich dann einfach nur noch nach dem Tod als einzigen 'Ausweg' aus dieser Situation ... Ein trauriges Abbild unserer Gesellschaft!
Liebe Sonntagsgrüße
von Mandalena
Mandalena13.11.2022
Ganz gewiss zutreffend gut dargestellt! PS: incl. bemerkenswerter Kommentare!
LG. Lutz
Lichtschatten13.11.2022
Isolation und Einsamkeit im Alter haben meist einschneidende Wirkungen auf das Wohlbefinden. Während Themen wie Krankheit und Altersarmut fester Bestandteil des gesellschaftlichen Diskurses sind, stellen seelische Leiden ein Tabuthema dar. Doch die psychische Gesundheit von Senioren spielt eine große Rolle für das gesamte körperliche Befinden. Soziale Isolation erhöht z.B. das Risiko, an Depressionen zu erkranken. Deshalb mein Appell an alle, in deren Umfeld einsame Mensche leben: Holt sie aus der Isolation!
LG Dietrich
Dietrich0716.12.2022