Günter Weschke

Und Gott schweigt


Geborgen im Haus, das Kind fühlt sich wohl,
es spielt mit den kleinen Püppchen,
Der Vater kommt Heim, er trank Alkohol,
Das Kind, es isst brav sein Süppchen.

Du Mutter hat Angst, der Vater, er brüllt,
schlägt ihr mit der Faust ins Gesicht,
Das Kind ist verängstigt, die Augen sind groß,
“Was ist denn heute mit dem Vater bloß los?”

Er packt das Mädchen, zerrt es in ein Zimmer,
Reißt ihm die Sachen vom zartem Leib.
Das Kind ist entsetzt, es weint, es schreit,
dann hört die Mutter nur noch ein Gewimmer.

Sie greift nach dem Messer, es lag auf dem Tisch,
sie öffnet die Tür, es ist fürchterlich.
Sie sticht in den Mann, den sie liebte, hinein,
dabei beginnt ganz laut zu Schrei’n.

Das Hemd dass er trug, ist jetzt ganz rot,
sie nimmt ihr Kind, rennt auf die Gasse,
Er bricht zusammen, ja, er ist nun tot,
auch sie fällt bewusstlos auf die Straße.

Von überall strömen die Menschen hinzu,
man hört das Tü-Tata der Polizei.
Die Rettung kommt, Türen schlagen zu, 
nach langer Zeit ist alles vorbei.


Sie sitzen bei Kaffee und Sahnetorte,
und überall hört man die Worte,
Wie konnte so etwas bei uns nur Gescheh’n?
Hier ist es doch Ruhig, hier ist es doch schön.

Die meisten Übergriffe, finden in der Familie statt.




















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