Helga Grote

Winterschlaf



Es schläft der Igel unter`m Laub,
der Hase ruht in seinem Bau,
die Welt ringsum ist müd` und taub,
nur Winde wehen kalt und rau.

Vom Speck, den sie sich angefressen,
zehren sie dann wochenlang,
Angst und Sorgen sind vergessen,
da unten wird`s ihn`n niemals bang.

Gern würd` auch ich mich so verstecken,
und schlafen bis die Sonne lacht,
kuscheln unter vielen Decken,
und träumen Tag und Nacht.

Kein Kochen, Waschen, Bügeln,
im Haushalt mal nichts tun,
keine Briefe mehr versiegeln,
die Arbeit muss jetzt ruh`n.

Wenn im Frühling die erste Lerche singt,
erwach` ich frohen Mutes,
strecke meine Glieder ganz beschwingt,
und denke mir: das war was Gutes.

Begrüße dann mein neues Leben,
voller Elan und Tatendrang,
gehe ausgeruht nun neue Wege,
ohne Hast und inneren Zwang.

So ein Winterschlaf wär schön,
doch ich kann es nicht mal wagen,
lass` mich im Bett zwar mal verwöhn`,
doch die Pflicht, sie ruft an allen Tagen.
  

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