Manfred H. Freude

Halbheit V Elegien

Halbheit V (Elegien)
Manfred H. Freude








Es ist noch viel zu tun!
Allein, man lässt uns nicht.
Man steuert mich; nein mich nicht mehr,
wie man die Sklaven steuert überall
und jederwo als Arbeitshelden
Glanzgepflegt, tu dies, tu das
verblödet etwas, das ist nun der Preis
Aufwärts geht’s, die weißen Neger schuften
fast umsonst, wir schauen zu
Es ist ein schlechtes Los
Ich mag schon selber nicht mehr richtig kacken
aus Angst das ich den Start verpass
das einer sagen könnt es geht schon wieder los
Wir packen es das Neue Wirtschaftswunder
zeigt sich ganz klein von Fern am Horizont
Doch schon verdunkelt neues Wetter
den Himmel der den Blick versperrt
so bleibt uns nichts als Trübsal blasen
der graue Tag macht keine Freude mehr
und auch die Reihen werden immer länger
es ist kein Glanz mehr in den Hütten
Wir müssen neue Bäume pflanzen
die alten geben nichts und sterben ab
Wie viele Löcher hat das alte Boot
das es das Wasser nicht mehr halten kann
und auch der Mast ist längst gebrochen
Wir wissen nicht wen wir ans Ruder lassen
und unsere Segel sind zerfetzt
Ein krankes Schiff, es war einmal so stolz
Ja, Ja, wir hatten eine schöne Flotte
doch eins ums andere sank zum Grund
Es tut so weh, wir haben das Verlieren nicht gelernt
Nun ist es so, das selbst Piraten uns in Ruhe lassen
und zahnlos sind wir wie auf einer Kaffeefahrt
nun kann man nicht darüber sprechen oder schreiben
und selbst das Dichten fällt darüber schwer.
Es besteht kein Grund zum Bleiben
was einmal voll war ist nun leer
Mit dem Besen ist’s gewesen!
Hat der alte Meister aufgehört?
Stehn die leeren Eimer nun im Eck
Stehen alle Besen still?
Und die Räder in den Müll, den Schrott.
Lassen wir uns steuern und verwalten
Geben wir uns dieser Welt nun einfach hin?
Auferstanden aus Ruinen
und dann wieder abgestürzt
sind wir fast die alten Geister los
haben wir mit neuem Zauber uns zu plagen?
Kann man niemals Frieden finden
Frieden ist ein schweres Los
alles grünt und blüht
und verwelkt von Schnee bedeckt
Grünt es neu wie eh und je.
Warten wir es kommt der Tag
wo wieder Milch und Honig fließt
ich weiß nicht weiter. Hilf,
Warten wir es ab.








Aachen, 2004-09-20

*************************** Autoreninfo ***************************
Manfred H. Freude *1948 in Aachen

Lyrik, Philosophisches, Escapistenlyrik, Trauriges, Verzweiflung, Das Leben, Erfahrungen, Gedanken, Allgemein, Nachdenkliches, Gefühle, Gesellschaftskritisches
© 2004 MANFRED H. FREUDE

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Buch von Manfred H. Freude:

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FREUDE - Das dichterische Werk 2002 - 2006. Freude beim Lesen von Manfred H. Freude



Gedichte Edition. Manfred H. Freude, geboren in Aachen, lebt und arbeitet in Aachen. Erste Gedichte 1968. Er debütierte 2005 mit seinem Gedichtband: Alles Gedichte – Keine Genichte. Weitere Gedichte und Essays in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften; Prosa und Lyrik im Rundfunk und in weiteren sechs Gedichtbänden. 2007 wurde eines seiner Dramen mit dem Titel: Im Spiegel der Ideale aufgeführt; 2008 sein Vorspiel zum Theaterstück: Faust-Arbeitswelten. Sein letzter Gedichtband heißt: Vom Hörensagen und Draufsätzen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen. Er studiert an der RWTH Aachen Literatur, Kunst und Philosophie.

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