Philipp Merx

Lichtbringer

Die kleine Hand wühlt hier im Dreck

Doch hat dies einen guten Zweck

Den Rohstoff fein ans Licht gebracht

Nur die Lunge brennt ihm sacht.

 

Sonne und Flammen bekanntes Licht

Sein einziges Ziel nach trister Schicht

Kühles Wasser, fades Brot

Mit zwölf Jahren ist er bald tot.

 

Obwohl ihn alle kennen

Obwohl er stirbt für unsre Sünden

Werden sie ihn schnell verbrennen

Und seinen Nachfolger verkünden.

 

Sachte weint das kleine Kind

Die Tränen fallen unbemerkt

Doch landen stets in deiner Hand

Das Wort am Ohr ist nun verstärkt.

 

Karges braun in vollem Grün

Keine Blüte wird hier erblühen

Der Staub ein Gift das bitter schmeckt

Die Hand mit Blut den Mund bedeckt.

 

Der karge Fleck wird weiterziehen

Bis die Hoffnung ganz verschwunden

Sie ein neues Paradies erkunden

Doch der Sklave kann nicht fliehen

An unsren Frevel er gebunden.

 

Sachte weint das kleine Kind

Die Tränen fallen unbemerkt

Doch landen stets in deiner Hand

Das Wort am Ohr ist nun verstärkt.

 

- (c) P. Merx

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