Christina Gerlach-Schweitzer

Tierversuch im Jahr 2021- Nur getötet-

Ein Forscher forscht, ob jung ob alt,
aus Neugier und für sein Gehalt.

Manches wird da konstruiert
und im Tierversuch probiert.
Dass der unverzichtbar sei,
ist der Forscher Litanei,
denn sie möchten Forschungsgelder
zum Beforschen ihrer Felder.
Oftmals testen sie an Tieren,
was sie dann am Mensch probieren.
Aber manchmal, so wir hier,
vergleichen sie auch Tier mit Tier.

An ´ner Uni gab´s Personen,
die forschten zu Gehirnneuronen.

Die Hirnentwicklung reizte sie
in der Entwicklungsbiologie.
Sie wollten Tierarten vergleichen
in Neokortex-Hirnbereichen.
Das Meerschwein wählten sie dafür,
ein sehr bequemes Forschungstier.
"Wir schauen uns die Gehirne dann
von deren Embryonen an.
Vergleichstierart, auch wehrlos, klein,
das könnt´ das Zwergkaninchen sein.
Auch bei dessen Embryonen
schau´n wir dann nach den Neuronen.
Das "Nestgefühl" in Großhirnrinden,
das versuchen wir zu finden.
Ob Divergenz man sehen kann,
schau´n wir an zwei Arten an.
Wir werden ´nen Versuch aufbauen,
um das vergleichend anzuschauen.
"Was ihr zum Meerschwein wissen müsst:
ist, dass es ein "Nestflüchter" ist.
Kaninchen aber, weiß man locker
sind kürzer trächtig und "Nesthocker."
Nach etwa 65 Tagen
sind Meerschweinbabys ausgetragen.
Bei Kaninchen, Faktenlage,
ist die Tragzeit 30 Tage.

Nesthocker versus die Nestflüchter,
Idee war klar, sie suchten Züchter.

Die Meerschweinchen der Tierfabrik,
verpaarten sie zu 18 Stück,
um Embryos zu produzieren,
und deren Hirne zu studieren.

Dann kauften sie Kaninchen ein,
es mussten 31 sein.

Ein Tierarzt bot sie trächtig an,
sodass man sie gleich nutzen kann.
Auch von privaten Zuchtanstalten
haben sie schwangere Tiere erhalten.

Sie teilten die Versuchstiere auf,
nach Weisung und Protokoll-Verlauf,

um deren Hirne dann zu testen,
zunächst von Meerschweinchen am besten.
Von Tag 5 bis 16 der Trächtigkeit
war man zur Tötung der Tiere bereit.
Gift wurde in deren Bauchraum gespritzt,
genau dorthin, wo das Leben sitzt.

Auch bei Kaninchen, in Gruppen geteilt,
war der Tod ihrer Embryos angepeilt.

Von Tag 15 bis 30 war´s festgelegt,
weil´s im Protokoll so geschrieben steht.
Sie töteten Mütter und Embryonen,
die noch in deren Uterus wohnen.
Doch 8 Kaninchen haben Babys geboren,
12 kleine Tierchen mit ganz zarten Ohren.
Als Zeichen des pflegenden Nestpolsterbaus
rupften sich Mütter die Fellhaare aus.
Waren sie jedoch verhaltensgestört
haben sie schnell damit aufgehört.
Die Jungkaninchen wurden totgespritzt,
auch ihr Gehirn zum Forschen benützt.
Von fünf bis 30 Tage alt,
wurden sie Opfer solcher Gewalt.
Es gab leider niemand, der es notierte,
was dann den acht Muttertieren passierte.
Die DFG hat das abgesegnet,
damit´s auch dafür Gelder regnet.

So wurden Nestflüchter mit -hockern verglichen,
ob deren Hirne voneinander abwichen.

Das war der Clou für´s Neurojournal.
Es störte vielleicht nur marginal,
die einen sind Nager, die anderen nicht,
für´s Gehirn schien´s nicht wichtig, aus ihrer Sicht.
An diesem Versuch waren Biologen beteiligt,
es hatte der Zweck die Mittel geheiligt.

Wehrlosen Tieren retten wir Leben,
wenn wir ihnen mehr Sichtbarkeit geben.

Diesem Zweck dient mein Zustandsbericht,
denn Tierversuche ertrage ich nicht.
Den Tierversuch hier, den hab´ ich beschrieben,
um endlich Menschen zu finden, die Tiere lieben.

  1.        Aus "Datenbank Tierversuche" der Ärzte . gegen Tierversuche,

 

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