Adalbert Nagele

Der Aufschneider


Steirische Mundart

Beim Aufschneidn bin i grandios,
a jede Frau mecht mi gern küssen;
sie sogn, i wär sou kurios,
und kane mecht mi hoit vermissen.

Waun i amoi in'd Hauptstodt kim,
do schaun ma olle Frauen noch,
bin durt da schönste Maun von Wien,
fia mi is deis a schwares Joch.

Ihr miaßt's vastei, deis is neit leicht,
für olle bin i a neit do,
und irgendwaun es mir daun reicht,
waun i boid hamfohr, bin i froh.

I sog eich olle meine Herrn,
es tuat mi nur deis ane störn;
hob i die Fraun a nou sou gern,
i kau mi afoch neit dawehrn.

Übersetzung

Beim Aufschneiden bin ich grandios,
eine jede Frau möchte mich küssen;
sie sagen, ich wäre kurios,
und keine möchte mich vermissen.

Wenn ich einmal in die Hauptstadt komm,
da schaun mir alle Frauen nach,
dort bin ich der schönste Mann von Wien,
für mich ist das ein schweres Joch.

Ihr müsst verstehn, das ist nicht leicht,
für alle bin ich auch nicht da,
und irgendwann es mir dann reicht,
wenn ich bald heimfahr, bin ich froh.

Ich sag euch alle meine Herrn,
es tut mich nur das Eine stör'n;
hab ich auch alle Frauen gern,
ich kann mich einfach nicht erwehr'n.


© Adalbert Nagele

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