Ernst Wetzel

Abschied nehmen

Statt Karten

Abschied

Ihr wisst, ich habe mich vom irdischen Leben verabschiedet,
wohlmeinende Engel haben mich getragen und befriedet,
denn zu meinem Ende hin hatte ich eine Leidens-Zeit … .

Im Hier fühle ich mich gut aufgehoben und geborgen,
habe keine körperlichen Schmerzen und auch keine Sorgen,
nun zu gehen und Euch zu verlassen war die richtige Zeit.

Ihr, die Erinnerungen noch einmal auf mich fokussierten,
auf verschiedenen Wegen den Hinterbliebenen kondolierten,
oder nahmen bei meinem letzten Weg sich die Zeit,

möchte ich danken, weil ihr damit zum Ausdruck gebracht,
dass ich im irdischen Leben auch Gutes habe entfacht
und wohl anerkennend dafür nahmt die aufgebrachte Zeit.

Vielleicht war es auch nur einfach gut gemeinte Anteilnahme
für die Hinterbliebenen, für ihren Schmerz das Heilsame,
wenn er geteilt wird mit ihnen in leidvoller Zeit.

Nun verbringen wir unsere Zeit gottgewollt getrennt,
wünschte, viele Erinnerungen an mich bleiben präsent,
sie mögen bei Euch verweilen noch eine lange Zeit.

Ich glaube daran, wir werden uns ganz sicher wiedersehen,
wann, liegt nicht in meiner Hand, das muss ich eingestehen,
aber ich glaube daran, dazu wird kommen die Zeit … .

  

Autor: Ernst Wetzel
 

Im Rahmen der Sterbebegleitung habe ich den mir schon länger bekannten Verstorbenen
noch innigerer kennengelernt.
Die Familie hat immer religiös gelebt und das kirchliche Gemeindeleben aktiv mitgetragen.
Zur Erleichterung ihrer Trauerarbeit bat sie mich, die Gestaltung der Danksagung für das
Abschiednehmen zu entwerfen.
Dem folgte ich mit obigem Entwurf gerne, der als Danksagungs-Anzeige im Lokalteil zweier
regionaler Tageszeitungen dann Eingang fand.
Dazu habe ich Corel Draw als Grafikentwurfsprogramm genutzt.
Die Daten und Personennamen im Entwurf wurden aus Datenschutzgründen rein zufällig
geändert und entsprechen nicht denen in der Realität.
Dem Sinn nach treffen sie aber zu.
Ernst Wetzel, Anmerkung zum Gedicht

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