Anja Legenstein

wir beiden

Ich würd mir nur zu gern um dich Sorgen machen,
stattdessen bin ich beschäftigt mit andern Sachen.
Ich muss dir eh was sagen,
wenn du's weißt, gib Bescheid,
weil ich glaub' ich trau mich nicht,
und auch wenn ich, es nicht ertragen kann dieses Leid,
tut's mir leid, dass du mir Bescheid gegeben hast,
denn es war bestimmt eine Last,
und ich hoff du bist jetzt glücklich,
auch wenn ich,
nichts getan hab, damit's auch für dich passt.
Und zu glücklich schätz ich dich,
jetzt, wo du nichts mehr mit mir zu tun hast,
aber wenn du zulasst,
dass dein Gefühl zu mir ein Gedicht verfasst,
versprech ich dir,
komm ich trotzdem nicht zurück zu dir,
weil so viel passiert ist,
was mir wieder Sorgen macht,
und was, im Anbetracht,
wie wir beiden die Zeit vertreiben,
wieder dazu führt, dass ich dich in Ruhe lass'.
Nur zu gut weiß ich,
dass das garnicht so leicht ist,
wie man denkt, wenn man erkennt,
was man verpasst.
Aber ich muss cool bleiben und fass'
alle Kraft zusammen, bleib standhaft,
damit's wenigstens einer leichter hat,
mein Verhalten wird matt,
alles wird so alltäglich,
und ich tu' auch wenig,
aber so ist's schlussendlich erträglich.
Und das ist doch das Wichtigste, oder nicht?
Und wann ist endlich Land in Sicht?
Denn es ist schwer nicht an dein Gesicht zu denken,
ich brauch ein Ufer,
um meine Gedanken auf etwas anderes zu lenken.
Ich hab's probiert.
Hab's probiert mich zu beschenken,
abzulenken,
mich zu ertränken,
dann zu versenken,
aber nichts ist passiert.
Denn was soll denn auch sein?
Wie's ist, so ist's eben,
es lässt mich langsam erkränken,
dass dieses Leben,
nicht gemacht ist, 
um sich's aufzuheben,
und ich muss dennoch erleben,
wie Schmerz dein Herz berührt,
weil gut artikuliert,
mit Worten das "Wir" zum "Ich" transformiert wird.
Und jetzt trau ich mich dir noch was zu sagen,
weißt du, ich war auch abhängig,
deswegen find' ich's traurig,
und mag's eigentlich nicht,
dir nochmal Nein zu sagen,
und abzusagen,
und mich nur zu beklagen,
dass ich sein muss, ohne dich

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