Frank Karl Walter Witt

Champagnerleben

Gerade inmitten des Gelächters froher Runde
wird es ruhig in mir zu fortgerückter Stunde
nachdenklich halt’ ich mein Glas und ganz versonnen 
urplötzlich stille Gefühle und Gedanken kommen 

der Champagner anfänglich doch noch so belebend
frisch eingeschenkt sprudelnd und unbändig bebend 
so ungezügelt kraftvoll voller Lebenslust und voll Elan
beruhigt sich und Perlensäulen ziehen stetig ihre Bahn

der erste Lebensdruck scheint mit der Zeit genommen 
und gleichmäßig Lebensperlen aus der Tiefe kommen
bis irgendwann auch dieser Fluss kommt zum erliegen 
die Lebenskraft im Glas versiegt und alles findet Frieden 

was leblos verbleibt jetzt schal und bitter schmeckt 
und wer es eingeschenkt… schüttet es dann weg







 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.02.2023. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Das Mädchen aus Oberschlesien von Brigitte Hanisch



Das kleine Mädchen Brigitte wächst wohlbehütet in einer Großfamilie im katholischen Oberschlesien auf. 1938 siedeln die Eltern mit Brigitte nach Kiel um. Dort wird Ihre Schwester Eva-Maria geboren. 1939 beginnt der Krieg und Kiel wird besonders gebeutelt. Entsetzliche Jahre für das kleine Mädchen. Tag und Nacht Bombenangriffe. Hungersnot und immer die Angst um den Vater. Das Mädchen ist seelisch in einem so schlechtem Zustand, dass die Eltern Brigitte nach Oberschlesien zur Schwester der Mutter schicken. Dort wird sie eingeschult und geht auch in Schomberg zur ersten heiligen Kommunion. In den nächsten Jahren pendelt sie hin und her. Kinderlandverschickung nach Bayern, Kriegserlebnisse in Kiel, danach wieder zurück nach Oberschlesien zur Erholung. Dort aber hat sie große Sehnsucht nach ihrer Schwester und den Eltern und fährt deshalb Weihnachten 1944 nach Kiel zurück. Das ist ihr Glück, denn im Januar 1945 marschieren die Russen in Beuthen ein.
Die Nachkriegsjahre und der Aufbau der jungen Bundesrepublik prägen Brigitte. Sie lernt einen Flüchtling aus Pommern kennen und lieben. Sie heiratet ihn nach vielen Hindernissen 1954. Ein Jahr später ziehen sie nach Stuttgart. Dort endet das Buch.

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