Ute Schoder

Dame mit Hund

Da will die Dame wieder gehn

mit ihrem Hund die Ferne sehn.

In der Hand die Leinenschnur

folgt sie lächelnd seiner Spur.

 

Ach, wie ist der Frühling schön,

Vieles gibt es heut zu sehn.

Und so gibt die Dame wenig acht,

auf das, was der Hund grad macht.

 

Denn der hat längst gesehen,

die Rehe dort im Felde stehen,

möcht auch länger sich nicht plagen

und setzt freudig an zu jagen.

 

So ist der Hund dann kurz entschlossen

mit einem Satz ins Feld geschossen,

reißt dabei nicht nur an der Leine

nein, auch an der Dame Beine.

Und ehe diese sich versieht,

sie fast auch schon im Grase liegt.

 

Doch die Dame hält fest an der Schnur,

stolpernd in des Hundes Spur,

der nur eines hat im Sinn,

mit Vollgas zu den Rehen hin.

 

Er zieht und reißt mehr noch an der Leine

und wieder geht’s der Dame an die Beine.

Doch zu ihrem großen Schreck,

diesmal landet sie im Dreck.

 

Indes der Hund läuft weiter unbeirrt,

merkt nicht, was hinter ihm passiert

als er jäh vernimmt ein Fluchen.

Oder ist’s der Dame lieblich Rufen?

 

Das ist’s was den Hund nun interessiert,

und er flüchtig einen Blick riskiert

hin zur Dame, die im Grase sich versteckt

und ihn wohl zum Spielen neckt.

 

Ja, das hat oft sie schon getan,

der Hund nun gar nicht anders kann,

als freudig sich prompt umzudrehn,

um sich das Ganze anzusehn.

 

Die Dame ist nur mäßig amüsiert,

dass ausgerechnet ihr das hier passiert.

Doch anstatt vor Wut zu toben,

beginnt ausführlich sie zu loben.

 

„Ach, was bist du für ein Lieber,

kommst auf mein Rufen du gleich wieder.“

 

Nun will die Dame weitergehn,

denn Vieles gibt es noch zu sehn.

In der Hand die Leinenschnur

folgt lächelnd sie des Hundes Spur.

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