Ingrid Baumgart-Fütterer

Drei bezaubernde Hasen

-1-
Der Langohr-Eiermann
hoppelt, so schnell er kann
zu einem Wiesengrund,
wo er es treibt recht bunt
mit den Eierschalen,
die kunstvoll bemalen
bald in Nestern liegen,
über die flugs fliegen
die Läufe des Hasen
und selbst dort, wo grasen
Schafe, Pferde, Kühe
gibt er sich viel Mühe,
damit zur Osterstund
wie in nem tiefen Schlund
Eier sich verstecken
unter dichten Hecken
oder bunt erscheinen
inmitten von Steinen.

-2-
Traumreise

Der Hasenjunge verdutzt guckt,
was er sieht, ihn stark beeindruckt,
Wolken, die am Himmel schweben
sich auf die Reise begeben.

Das Häschen mit den Wolken reist,
doch ohne Körper, nur sein Geist,
denn es geschieht in einem Traum,
dass es durchreist den Weltenraum.

-3-
Ein Korb, mit bunten Eiern halb gefüllt,
den Rest der Osterhase ausfüllt,
der sich in den Korb rein gezwängt hat,
er schnuppert, mümmelt an nem Kohlblatt

und wünscht allen
zum
Karfreitag

"Herzliche Ostergrüße"









 

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„Krachen, Scheppern und dann gewaltiger Lärm, als ein schwerer Gegenstand an die Wand geworfen wurde. Oh verdammt, die Verrückte spielte drüben in der Küche schon wieder ihr absolutes Lieblingsspiel – Geister vertreiben. Gleich würde sie hierher ins Wohnzimmer stürzen, wo ich versuchte, in Ruhe meine Hausaufgaben zu machen. Und dann würde sie mir wieder lang und breit erklären, welches Gespenst gerade versucht hatte, durch die Wand zu gehen und sie anzugreifen. Ich hasste sie! Ich hasste dieses Weib aus ganzem Herzen!“ Die 13-jährige Eva lebt in einer nach außen hin heilen, kleinbürgerlichen Familie. Hinter der geschlossenen Tür herrscht Tag für Tag eine Hölle aus psychischer und physischer Gewalt durch die psychopathische Mutter und den egomanischen Vater. Verzweifelt versucht sie, sich daraus zu befreien. Vergebens - bis ihr ein altes Buch in die Hände fällt. Als letzten Ausweg beschwört sie daraus einen Teufel. Er bietet ihr seine Hilfe an. Aber sein Preis ist hoch...

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