Karl-Konrad Knooshood

Vielleicht bildet man sich das nur ein (Gaslighting*)


Lauf' mal lang am Bahnhof,

zu einer nächtlich-finstern Zeit,

sei nur echt behutsam,

weil dort nicht schlecht Unrecht gedeiht,

 

Spiel' nicht groß den Helden,

halt' dein Umfeld gut im Blick,

sonst liegst du schon in Bälde,

tot hinterm Müllkorb-Randgestrüpp,

 

Wahrscheinlich bild' ich mir das alles ein,

das muss dies bunte, weltoffene Multikulti-Land sein…,

 

Geh doch mal in den Discounter,

im Innenstadt- oder Bezirksgebiet,

ist's dort stinkig, lauter,

Testosteron, das man riecht und braun, schwarz dort blüht,

 

Das Schmelztiegel-Gebrüh,

laute Sprachen, nichts davon mehr Deutsch,

fühlt es sich nicht fremd dann an,

im eignen, ex-ruhigen Land?,

 

Vielleicht hat der Eindruck stets dich nur getäuscht,

eventuell ist alles in Deutschland weiterhin sehr "deutsch",

 

Auf Straßen, in Parks, Freibädern,

wo gewisse Klientel abledern,

ob Islamistenklubs, Clans und Messermord,

ist nicht sicher hier mehr, aber "paradiesischer" Buntheitsort,

 

Keine Grenzen, physisch weder noch der Toleranz,

man sieht den Verfall – und all die Ignoranz,

Es muss alles Einbildung nur sein,

"fallet niemals auf die 'Falschen' bitte rein!",

 

Ist's wahr oder nehm ich's wahr,

oh nein!,

Schalt' das Gaslicht ein, sonst wird's zu sinister sein!,

 

Wahrscheinlich ist alles keusch, deutsch, bunt und fein,

die ganze Dritte Welt ist hier schon bald ganz klar daheim,

 

Die Idee ist geil, bald komplett ersetzt zu sein,

Die Idee ist gut, doch dies Land noch nicht soweit,

 

Die Idee war gut, doch der Kuchen noch nicht reif,

Die Idee ist Glut, doch die "Kartoffeln" sind zu steif…









(20.08.2023)(C) 2023, Knorke Lightinghood 


Stulle: Worum handelt es sich denn beim "Gaslighting" - schließlich hast Du ein Sternchen ans Ende
dieses Wortes gesetzt - ich nehme an, nicht aus Gendersprachgründen...

Knorke: Keineswegs, das ist richtig.

Stulle: Also?

Knorke: Das Wort, das eine bewusste Täuschung dergestalt beschreibt, bei deren Anwendung man dem
Gegenüber unterstellt, sich Dinge nur "einzubilden", also Zweifel an der eigenen Wahrnehmung am
Zielindividuum evozieren will, geht auf einen alten Film von 1946 - oder 47? - zurück. Es handelt sich um
eine Art Thriller. Er heißt im Original ungefähr "The Gaslight(ing)" - und stammt aus den USA. Darin spielt
ein krimineller Ehemann seiner Frau erfolgreich vor, dass sie sich die Verbrechen nur einbildet, die er an
ihr begeht, u.a. die Betäubung mit Betäubungsmitteln und allerhand andere ähnliche Dinge. Dabei spielt
ein mit Gas - vermutlich Petrolium - betriebenes Licht, ein "Gaslight"/"Gaslicht" eine gewichtige Rolle. In
konservativen Kreisen ein gängiger Begriff für die gängige Mainstreammedien-Praxis, großen Teilen der
Bevölkerung - ihren Konsumenten/Zusehern - immer noch eine heile Welt vorzugaukeln. Sie verschleiern
durch geschicktes Framing, trickreiche Wortwahl und Auslassung (seltener: Hinzufügen) wichtiger
Informationsdetails wahre Sachverhalte, von ihren süffisanten Kommentaren und Vor-Einordnungen
abgesehen. Dann zeichnen sie ein klares Bild der Welt, mit klar umrissenen Feindbildern und Dämonen:
Mal geht es gegen PUTIN, mal die AfD, mal alle sog. "Querdenker" und diejenigen, die an den
Coronamaßnahmen und ihrer Angemessenheit Zweifel hatten, dann geht es wieder gegen sämtliche
Kritiker und Zweifler (an) der Ampelregierung etc.

Stulle: Also sehr einseitige Berichterstattung, Voreingenommenheit, gewisse Gefühle evozierend, andere
bremsend?

Knorke: Könnte man so sagen. Hier geht es um ein alltägliches Empfinden, um Beobachtungen, die jeder
wache Geist machen kann, jeder Bürger, der "schon länger hier lebt" - und die Veränderungen, die längst
stattgefunden haben - und in Teilen gewiss irreversibel sind - sind ein Teil der Wahrheit, der unbequemen
Wirklichkeit, die niemand allzu gern mag. Es findet seit Jahren ein Prozess statt, den wir alle wahrnehmen
- können - und den wir nicht sehen sollen. Darum geht's in dieser Neuversion. Den Rest soll man sich
selbst denken.

Stulle: Das wird man wohl tun. Gewiss. Was war denn los, dass Du letztes Wochenende nichts
veröffentlicht hast?

Knorke: Dazu bitte nur in aller Kürze. Es sei gesagt, dass ich ausnahmsweise auch am Samstag
rausmusste, müde war und dann einfach nicht mehr konnte. Keine Lust mehr hatte. Es waren harte
Wochen - doch nun winken zwei Wochen Urlaub. Ich bin bereit und freue mich darüber.

Stulle: Dann mal zu. Ich bin schon sehr gespannt, was Du noch alles hast...

Knorke: Jede Menge neue Texte, vorwiegend Kurzgeschichten...Dauert aber, bis ich die alle abgetippt und
veröffentlichungsfähig gemacht habe.

Stulle: Dann hau in die Tasten!
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zum Gedicht

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