Sebastian Wagner

Ohne Titel

Die Reiter der Sucher, reiten zwischen dem Fluss.
Entehren dabei die Zeit, mit einem Kuss.
Den Fluss hinauf, wo die Zukunft längst Vergangenheit ist.
Der König wartet sehnlichst auf das, was er vermisst.
Sie reiten durch die kleinen Wellen, auf der Suche im Nichts.
Wasser spiegelt ihre Schatten, im Sein des Gesichts.

Durch die Blüten des Frühlings, ohne eine Sicht.
Kein Blick auf die Blume, welche durch ihre Schönheit besticht.
Die Reiter peitschen an, durch den Geist der Pferde.
Sie werden schneller, zwischen dem Wasser und der Erde.
Ohne Wüste in die Bäume hinein, springen ihre Seelen.
Das Ziel ist ohne Kompass, sie dürfen es nicht verfehlen.

Sonnenhoch ergeht, wenn der Wind zwischen ihre Seelen weht.
Fliegen mit den Pferden über die Sommerfelder, wo der Fluss vergeht
Der Spiegel ihrer selbst wird immer müder, ohne das ihn etwas trägt.
Hinauf in die Steine schlägt sie der Sommerwind, der am Wasser sägt.
Die Reiter verschwinden in dem Horizont, ohne das Geräusch der Zeit.
Dem König sticht das alte Sein, zu empfangen ist er noch nicht bereit.

Vergangenes legt sich auf die Blätter, dort wo keine Bäume stehen.
Wolken dienen der Kälte überall dort, wo sie hin gehen.
Der Regen kommt unverhofft und zerfällt auf ihrer Haut.
Die Reiter bewegen das neue Wasser, was sich anstaut.
Gebirge türmen sich zu den Bergen empor, in einer Schlucht.
Die Fesseln der Steine trifft sie mit voller Wucht.

Himmel zwischen den Flocken aus Eis, die gefallen sind auf Stein.
Dunkelheit wird durch die Zeit bewegt, die Kargheit kommt Heim.
Eiswinde fesseln jedes Leben, wechselt ab zwischen blau und rot.
Drücken die Sporen in die Zeit, denn die Kälte ist für sie kein Verbot.
Reiten hinauf zu den Spitzen aus Eis, wo die Wolken erblühen.
Des Königs Augen schauen in die Ferne, sie fangen an zu glühen.

Die Adler fliegen über die Jahreszeiten mit Wonne.
Die letzten Gipfel suchen sich die Wärme aus der Sonne.
Angekommen auf dem letzten Berg der das Gebirge umschließt.
Finden sie die einzige Blume die immer blüht und den Sand der Zeit vergiest.
Ihre Pollen sind kleine Sandkörner und sammeln sich in der Wurzel aus Glas.
Um sie zu ernten graben sie die Blume aus ohne das einer etwas vergas.

Die Reiter erkennen ihr Sein aber die Wurzeln sind am knacksen.
Die Blüte verblüht in der Uhr, sie wird nicht erwachsen.
Wenn die Zeiger nicht tanzen auf dem Erdenball.
Ihr Gebot war es nicht zu wählen in diesem Zerfall.
Die Blume verstecken sie in ihren Gedanken.
Sie haben die Zeit verloren und sie nun wanken.

Wenn der Mond die Sonne begrüßt zerbricht die Zeit.
Alles auf dieser Welt hält an was ist dabei noch in der Einheit?
Doch jetzt öffnet sie ihre Tore für die große Heimkehr.
Die Reiter erkennen nicht das richtige für die Umkehr.
Bewegen ihr Sein durch die Vergangenheit mit nichts in der Hand.
Der König sieht nie das, nachdem sein Herz so sehr gebrannt.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.03.2024. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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