K.N.Klaus Hiebaum

s ? i ? n ? n ? l ? o ? s ? e ? r .......S C H M E R Z

 

Hab im letzten halben Jahrhundert
wohl schon einiges an Leid erfahren

Körperliche Schmerzen
in diesem Ausmaß
an Intensität und Dauer
sind Neuland für mich

 weil ich einerseits
einen relativ hohen Schmerzpegel hab
und andererseits
auch hart "im Nehmen" bin.


Die Erfahrung
am liebsten herauszubrüllen
oder loszuheulen
kenn ich
aus dem Bereich der Seele

Nun erleb ich's
am "eigenen Leib"


Stehen
mit dem Eindruck
ich werd mit der Wirbelsäule
in den Boden hineingequetscht

Gehen,
nein humpeln,
mit gekrümmtem Rücken
wie ein alter Dattergreis

Sitzen
ein Ding der Unmöglichkeit

Liegen
sich in alle möglichen
und unmöglichen Positionen verrenkend
gequält suchend
und kaum findend:
eine erträgliche Lage
in der ich nicht das Gefühl habe
dass das Kreuz abgedrückt wird

Schmerzen die von der Nierengegend
in den Innenbauch ziehen
als würden sich ein Dutzend Ratten
durch die Gedärme fressen.


ABER
wenn ich's schaff
mal im Bett liegen zu bleiben
etwas Wärme und Entspannung zu empfinden
ist das schon eine Erleichterung...

...sonst
krümm ich mich wieder heraus aus dem Bett
ins WC, in die Küche, ins Wohnzimmer
Versuch einer Ablenkung
oder Erleichterung
durch ein Stuhlgänglein
oder ein Rinnsal
durch ein paar Bissen
oder den Druck auf den TV-Knopf

ALLES
sinnlos - ziellos - haltlos
endlos
schmerzvoll

schmerzvoll gesellt sich hinzu
die Erfahrung des
ALLEIN-GELASSEN-worden
IM-STICH-GELASSEN -seins

sorglos - lieblos - gefühllos
ausgeliefert
unbesorgt - unversorgt

zwei Jahrzehnte für die Familie geschuftet
ALLEN Verdienstes dieser Zeit beraubt worden
und noch mehr...
Kinder, die immer lieb und nett
wenn ich zu ihnen komm
aber die den Weg zu mir
nie finden
außer sie brauchen (selten) etwas...

ABER...
denken zu können
ist auch schon Erleichterung, Ablenkung
denn oft bin ich auch dazu
nicht in der Lage

nicht zu denken
nicht zu schauen
nicht zu lesen
nicht zu schreiben
oft nicht einmal zu hören

und deshalb
bin ich

dankbar

umso dankbarer
einige Zeit irgendwie liegen zu können
ein Konzert im Radio hören zu können
eine halbe Stunde schreiben zu können
dankbar
es bei etwas weniger Schmerzen zu schaffen
wenigstens dem Gaumen eine Freude zu bereiten
einen kurzen Spaziergang machen
oder wieder einen Tag arbeiten zu können
 einfach nur

dankbar

dann... wieder lachen zu können,
das ist wunderbar!

denn es gibt EINEN
der auch diesen Schmerz
getragen hat

 



 

die ergänzenden Gedanken zu ALT-WEIBER-SOMMER
findest du im Gedicht "auf der Parkbank"
oder die Gesamtfassung unter "ALT-WEIBER-SOMMER"
K.N.Klaus Hiebaum, Anmerkung zum Gedicht

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