Roland Drinhaus
Truly
Die Zeit
sie nagt an den Gedanken.
Die sich wandeln immerzu.
Jedes Ego droht zu wanken,
trotzdem bist's am Ende du.
Ich werd' sechzig dann im Juli,
Feierlaune gibt es nicht.
Und ein Grund, ich mein es -truly,
gibt es nur hier im Gedicht.
(das Wort "truly" ist der englische Begriff für ehrlich)
Einen Grund für Pessimismus,
liefert Alter schon allein,
vielleicht geht mein Organismus,
später deshalb auch mal ein.
Aber feiern? Das macht Arbeit,
Geld dafür ist auch nicht da.
Schickt nen Gruß mir, in der Freizeit;
das ist echt.... und wunderbar.
Sowieso steh ich alleine,
Einzelkämpfer immerzu,
schreib Gedanken gern ins Reine,
Lebensherbst gelebt im Nu.
Und?
Was ist mit schönen Seiten?
Blumig, optimistisch, cool.
Nicht gefragt in diesen Zeiten,
die Gesellschaft ist ein Pool,
der besteht aus vielen Geistern,
rege und verschwenderisch,
man darf zweifeln was sie meistern,
unbedacht und genderisch.
Such die Zukunft in der Zukunft,
denn die Schöpfung geht nicht aus,
Ende ist gewöhnlich Ankunft,
freu dich drüber
frei heraus!
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.06.2024.
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