Wolfgang Scholmanns
Leben kennt keine Gnade
Auf steinigem Pflaster
schiebt sie Hab und Gut,
nackt und wund ihre Füße,
voller Flecken der Hut.
Und es scheint so,
als hätte das Rad dieser Welt,
ihre Zeit in den Schatten
des Lebens gestellt.
In dem Einkaufswagen,
der zerfressen vom Rost,
liegt ihr karger Besitz,
auch bei Regen und Frost.
Der Gestank ihrer Lumpen,
verschlissen und schwer,
ist ein steter Begleiter,
doch sie riecht ihn nicht mehr.
Mitleidig berührt sie
manch trauriger Blick,
man schüttelt den Kopf,
schaut dann nicht mehr zurück,
verdrängt schnell diese Bilder,
voller Elend und Not,
aus den Farben geboren,
die dem lauernden Tod,
Motive für
„menschliches Handeln“ sind -
es verweht der Moment,
und die Weitsicht wird blind.
Am Ufer des Rheins,
verbringt sie oft die Nacht,
denn nur dort steht ihr Stern,
der sie schützt und bewacht,
der den Traum aus dem Wunsch
stiller Sehnsucht bewahrt,
manchmal spürt sie hier Trost,
der ihr lieblich und zart,
von dem Land singt, das
hinter dem Horizont liegt,
und die Seele im Frieden
der Ewigkeit wiegt.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.07.2024.
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