Nina Bade
Weihnachtsschreck (1)
Familie Fröhlich sitzt am Weihnachtsabend,
bei Speis' und Trank, froh sich erlabend;
ein Klingeln an der Pforte draußen,
lässt Hausfrau Fröhlich zur Türe laufen.
Es steht vor ihr ein Kerl mit Gewehr,
Frau Fröhlich erschreckt sich sogleich sehr;
er drängt sie hinein ins Wohnzimmer,
nun wird alles noch viel schlimmer...
"Hohoho, ihr reichen Leute,
will heute machen fette Beute!
Bring' euch keine schönen Gaben,
will lieber selber welche haben!
Her, sage ich, mit dem teuren Zeug,
bevor ihr irgendwas bereut!
Steckt den Luxus in den Sack,
sodann ich mich vom Acker mach'."
Der Räuber verschwindet darauf im Nu
und rennt schon auf seinen Wagen zu;
als der echte Santa Claus,
fährt gerade vor am Haus...
Nimmt geschwind wahr, was passiert,
gibt Gas, sein Rentier brav pariert;
der Dieb kommt auf dem Feldweg kaum voran,
so dass der Weihnachtsmann aufholen kann.
Das Kennzeichen schnell der Polizei genannt,
starrt er weiter auf das Fahrzeug gebannt;
auf einmal bleibt der Wagen liegen,
geschwind ist der Gauner ausgestiegen.
Irrt nun allein im Dunkeln umher,
ihn ausfindig zu machen, ist nicht schwer;
die Gendarmen suchen mit großen Leuchten,
Spürhunde können ihn leicht aufscheuchen.
Die Hunde haben ihn entdeckt,
der Gauner ist zu Tode erschreckt;
Handschellen klicken an beiden Händen,
so kann ein Weihnachtsschreck glücklich enden.
Knecht Ruprecht bekommt Geschenk und Orden,
braucht sich ein Jahr lang nicht zu sorgen;
kann mit viel Geld ins Neue Jahr starten,
was wird ihn die nächsten Feste erwarten?
© Nina Bade

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.12.2024.
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