Andreas Vierk
Steilkurve
Mein Atem ist ein Eichhorn, ein Komet,
hüpft in den Universen auf und nieder,
auf den Gitarrensaiten und im Flieder,
wo er das Licht mit Gegenlicht vernäht.
Die Lippe in der Welle dunkelblau
gibt sein Geflüster an den Spiegel weiter.
Das Chaos nagt derweil am Blitzableiter,
und in den Quantenstürmen kräht der Pfau.
Mein Atem kann nicht mehr authentisch sein,
und darum will er nicht gelassen bleiben
auf ihm gemäßer schnurgerader Spur.
Er wird vielleicht in die Photonen treiben,
vielleicht als Kuss in deinen Kuss hinein –
und dort verliert er seine Grundstruktur.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.01.2025.
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