Christina Gerlach-Schweitzer

Peters Wunderland -1.Teil Eine kurze Seite zur Wirtschaft

Peter glaubt, dass erstmal Europa schuld ist.
Dann sind es die Migranten, oder auch die Politiker.

Also die Anderen,

 Peter ist auch Politiker.
Wegen denen verlöre Deutschland wirtschaftlich an Stärke.

Peter findet den Euro inflatorisch.
Dessen Wert fiel in 10 Jahren um 27 Prozent.
Er will die D-Mark wiederhaben.
Seit 1999 gibt es sie nicht mehr.
In den letzten 10 Jahren davor
veränderte sie sich im Wert um 25 Prozent, aber das ist kompliziert.
Wenn wir eine starke D-Mark wieder hätten,
würden unsere Exporte teuer.
Darunter würde unser Mittelstand erheblich leiden
und damit auch unser Wohlstand.
Peter sagt das nicht, oder er glaubt das nicht.
Er will endlich fast alle Steuern senken und Familien will er entlasten.
Wer 30.000 Euro brutto im Jahr verdient, der bekommt 250 Euro dazu.
Wer 250 000 Euro brutto im Jahr hat, bekommt 9000 Euro dazu.
Wer zwei Millionen Euro im Jahr hat, der bekommt 20.000 Euro on Top.
Das ist besser als bei der FDP.
Peter glaubt, dass er die kleinen Leute mag, oder er sagt das nur.
Seine Ideen würden 182 Milliarden Euro zusätzlich kosten,
den Steuerzahler, den kleinen und den großen, wen sonst?
Denn Peter sagt, dass sich Deutschland nicht neuverschulden darf.
Und wenn wir weiterhin wenig Arbeiter haben, sinkt die Wirtschaftsleistung.
Jährlich um ein halbes Prozent.
Dann will Peter halt Arbeiter einstellen.
Zur Not aus europäischen Ländern,
falls keine deutschen Arbeiter da sind.
Er glaubt das so, oder er sagt das nur.
Andererseits falls Peter einen Dexit machen würde,
das haben  Wirtschaftsinstitute ausgerechnet,
*DIW oder ZEW oder IfW oder IW oder ifo,
schrumpft im Folgejahr das reale Bruttosozialprodukt
um 5.6 Prozent.
Das wäre soviel als hätte man Corona-
und Energiekostenkrise zusammen.

Außerdem würden 2,5 Millionen Arbeitsplätze wegfallen.
Peter glaubt das nicht, oder er sagt es nicht.
Vielleicht hilft uns Amerika oder Russland?
                    Schuld sind auf jeden Fall die Anderen.


 

*DIW Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
ZEW Mannheimer Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung

Ifo-Institut
IfW Institut für Weltwirtschaft in Kiel (Schularick)
IW Köln Institut der deutschen Wirtschaft

Quelle: Der Spiegel Nr7/8.2.2025 " Das Blaue vom Himmel"


 

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Christina Gerlach-Schweitzer).
Der Beitrag wurde von Christina Gerlach-Schweitzer auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.02.2025. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Die Autorin:

  Christina Gerlach-Schweitzer als Lieblingsautorin markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Tote Augen - stumme Schreie: Vom Leid sexuell missbrauchter Kinder von Karin Varch



Dieses Buch ist eine Einladung zur Reise durch die Seele eines missbrauchten Kindes. Wagen Sie die Wanderung durch diese Ihnen unbekannte Welt, damit sie für Sie nicht länger fremd ist.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Nachdenkliches" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Christina Gerlach-Schweitzer

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Venceremos Vegetarier von Christina Gerlach-Schweitzer (Allgemein)
Aufbruch oder "am Anfang war das Wort" von Ramona Schoen (Nachdenkliches)
Katerkummer von Franz Bischoff (Humor - Zum Schmunzeln)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen