Larissa Lamadé
Toxisch
Ein sanfter Windhauch, feiner Sand der mich umhüllt. Ein unsichtbarer Funken, der meine Lungen füllt.Ein Setzling, klein und zart, zögernd noch Wurzeln schlagend in meinem warmen Herzen. An meiner Brust kindgleich von meinem milchig-süßen Lebenssaft hast du gezehrt.
Ich habe gegeben und gegeben, meine Luft, meinen Herzschlag, mein Blut.
Du hast genommen und genommen, deine Milchzähne in meine Pulsadern geschlagen.
Meine Galaxis, mein ganzes Selbst, hast du ausgefüllt bis an die Ränder meiner Existenz.
Die nun starken Wurzeln, hart wie Stein, halten mich umschlungen fest, gleich einer unendlichen Umarmung.
Nehmen wirst du bis ich nichts mehr geben kann. Wo höre ich auf, wo fängst du an? Bin ich noch ich, löse ich mich auf?
Bin ich das schwarze Loch am Horizont? Was wird sein, wenn ich nichts mehr geben und nur noch nehmen kann? Vorheriger TitelNächster Titel
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.03.2025.
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