Olaf Müller
Der Engel des Wandels
Im Schatten zwischen Raum und Zeit,
wo Schicksal sich in Nebel schreibt,
schreitet er lautlos, flügelleicht,
der Engel, der den Wandel
reicht.
Kein Wort entfällt von seinem Mund,
doch seine
Stimme tief im Grund
durchdringt das Herz, erweist das Sein,
trennt
Körper, Geist und Seel' allein.
Wo alte Formen Staub
vergeh’n,
und Seelen neu sich selbst versteh’n,
führt
er den Pfad, der niemand kennt,
wo Licht beginnt und Dunkel brennt.
Die Grenzen lösen, Wunden schließen,
Vergängnis wird
zur Kraft, zum Fließen,
nicht Fluch, nicht Gnade, nur Bestimmung
–
sein Flug voll endloser Versöhnung.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.07.2025.
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