Nina Bade

Hamburgs Michel


Die Kirche im barocken Stil,
ward' 1647 - 69 in Hamburg erbaut;
ein prachtvolles Wahrzeichen hatte es zum Ziel,
wurde zwei Mal seiner Schönheit beraubt.

Im Jahr 1750 vom Blitz getroffen,
sogleich vollständig abgebrannt;
die Entscheidung wurde bald getroffen,
zum Wiederaufbau, mit begnadeter Hand.

Beim zweiten Mal entstand beim Löten,
erneut ein riesengroßer Brand;
das Knochengerüst ging abermals flöten,
1906 ein neuer Michel entstand.

Welch Ironie, dass während der Kriege,
die Kirche stehen blieb;
hielt trotzend Stand jeder Intrige,
die Bausubstanz trotz Schäden verblieb.

Die Aussicht vom Michel ist famos,
an Besuchern mangelt es nicht;
innenarchitektonisch in der Tat grandios,
diese Kirche ins Auge sticht.


© Nina Bade
Text und Foto
 
 

Bild zum Gedicht Hamburgs Michel

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Aus dem Wald in die Pfanne ... Tief unterm Büschel Gras versteckt, mit einem Blatt noch abgedeckt, beobachtet ein Pilz im Wald so manch befremdliche Gestalt. Sie schlurfen, ein paar trampeln auch, in Stiefeln und 'nem Korb vorm Bauch, das scharfe Messer in der Hand, den Blick zum Boden stets gewandt. Ein Freudenschrei, ein scharfer Schnitt, so nehmen sie Verwandte mit; und der versteckte Pilz, der weiß, im Tiegel ist es höllisch heiß. So brutzeln aber will er nicht! Da bläst ein Sturm ihm ins Gesicht, es rauscht und wirbelt ringsherum, schon bebt der Wald - ein Baum fiel um. Genau auf seinen Nachbarn drauf. Das ändert seinen Denkverlauf: "Welch übles Ende: Einfach platt! Da mach' ich lieber Menschen satt." Drum reckt er sich aus dem Versteck, er will jetzt plötzlich dringend weg: "Vergesst mich nicht! Ich bin gleich hier und sehr bekömmlich, glaubt es mir."

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