Boris Thabat
Dichtung des Bösen
Worte.
Worte sind leer. Sie lügen. Überall.
Traue Worten nicht.
Sie sind keine Gefühle.
Gefühle sind schlecht.
Sie sind keine Gedanken.
Deine Gefühle nutzen keinem Menschen.
Menschen zählen nicht.
Der Welt sind sie egal.
Wenn sie einander etwas bedeuten,
ist das nur ihre eigene Meinung.
Es gibt immer zwei Seiten,
nur eine Realität
und kein Entkommen.
Drei ist schon nur noch Mathematik.
Die wesentlichen Dinge sind einfach;
höchstens zweifach: gut und böse...
Wer Gutes tut, ist ein sogenannter
guter Mensch. Nützlich.
Warum er es tut, ist egal.
Die Belohnung interessiert nur ihn.
Das Wesen der Moral ist Schweigen.
Am Ende geht es um Gerechtigkeit.
Wirklich existieren tun aber nur Gesetze.
Gut, selbstlos, gerecht - das sind Ideen.
Ideen die außer Kontrolle geraten,
nennt man Wahnvorstellungen.
Keine Angst. Wie gesagt, Worte lügen.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.09.2025.
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