Ingrid Baumgart-Fütterer

Ein Zauderer vor dem Herrn

-Fiktion –

Er muss angeschubst werden,
damit er in Bewegung kommt,
muss in regelmäßigen Abständen
an Pflichten erinnert werden
und an die Einlösung seiner
vollmundigen Versprechen.

Er verschwitzt Termine,
an Abmachungen
hält er sich oft nicht,
weil er diese vergisst,
was ihm lästig erscheint
schiebt er auf die lange Bank,
drückt sich gern solange
wie irgend möglich
vor Unbequemlichkeit.

Mitunter muss man ihm
figurativ einen Tritt
in den Allerwertesten
sowie Rüffel verpassen,
damit er sich endlich
bequemt, was ansteht,
möglichst bald zu tun.

Wegen der Kritik an
an seiner Person macht er sich
keinen Kopf.

Er sieht alles nicht so eng,
kann gar nicht nachvollziehen,
dass er den Geduldsfaden
seiner Kritiker überstrapaziert.

Sein Lebensmotto lautet:
„Komme ich heute nicht, komme ich morgen“
So gesehen ist auf ihn doch Verlass!
Außerdem heißt es doch:
„Eile mit Weile“
und
„In der Ruhe liegt die Kraft“.

„An einer solchen Einstellung
kann doch nichts verkehrt sein“,
beruhigt er sein Gewissen.

Letztlich erledigt er alle
ihm aufgetragenen Aufgaben
so zufriedenstellend, dass die Menschen,
ihm nicht allzu lange grollen,
denn auf die Qualität seiner Arbeit
können sie zählen, sofern sie
die nötige Geduld aufbringen,
auf das Ergebnis seiner Leistungen
zähneknirschend zu warten.


















 

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