Istvan Hidy
Adventzeit
Noch ruht das Jahr in Nebelschleiern,
der Winter tastet sacht herein,
und über Häusern, über Weyern
glimmt erstes Licht in mildem Schein.
Ein Kerzlein brennt – dann zwei, dann vier,
und heller wird die dunkle Runde;
als trüge jedes Licht in dir
ein leises Hoffen durch die Stunde.
Die Städte glänzen, kalt und klar,
und dennoch wohnt in ihrem Schweigen
ein stilles Warten – jedes Jahr
will uns zum Wunder neu geleiten.
Der Wind bewegt die Bäume sacht,
als ahnten sie die heil’ge Stunde,
die uns in einer einzigen Nacht
mit Frieden füllt in tiefer Kunde.
So schreitet Zeit dem Fest entgegen,
das uns inmitten dieser Welt
ein Licht verheißt auf allen Wegen
und warm in uns das Dunkel erhellt.
Vorheriger TitelNächster Titel
Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Istvan Hidy).
Der Beitrag wurde von Istvan Hidy auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.12.2025.
- Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).
t-online.de (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)