Renate Tank

HOCH ZU ROSS (II) - Persiflage -



 


HOCH ZU ROSS (II)
Oder: Der Raub der Töchter des Leukippos
(Gemälde von Peter Paul Rubens)
- PERSIFLAGE -

 

Oh, da kommen Ross und Reiter
aber höllisch gut in Fahrt.

Und ein Putto klebt am Zügel
von dem Fuchs und spürt fürwahr,
dass das hier ein großes Ringen
um die Königstöchter war.
Diese sind beide nackt und kräftig

und die Blicke der
Dioskuren Castor und Pollux
sehr verdächtig…

 

Schon umschlingt ein Muskelarm
den Oberschenkel von Hilaeira.

Hoffentlich kann Castor sie halten,
sonst könnte sie im Fall eines Falles
ihre Schwester Phoibe spalten.
Denn Castor versinkt in Phoibes Augen,
die ihm vielleicht die Kräfte rauben!


Schweißtreibend muss diese Entführung sein;
schon vom Anblick ganz allein
könnte man nach Hilfe schrein…
Und als wäre es ein Genuss,
zerquetscht Phoibe im Rückwärtsdreh
dem Pollux zu allem Übel den Fuß.

 

Was hat sich Rubens wohl dabei gedacht?
Die Töchter des Leukippos - arm und schwach?

Wohin nur werden sie entführt?
Ich lächle - bin nicht sehr gerührt.

 

***


Selbst Loriot wäre es wohl schwer verständlich.
Sie wirken dick und ungelenkig.
Er hätte lakonisch meinen können
- mit ernstem Gesicht:
„ZWEI HERREN GEBEN ZWEI DAMEN
REITUNTERRICHT“.

 

 

© Renate Tank
06.06.2019

 

https://www.kunstkopie.de/a/rubens/raub-der-tochter-des-leukippos.html

 

 

 

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