Christina Gerlach-Schweitzer

Erörterung zum Kauf eines Silvesterfeuerwerks für2025/26

Eine Erörterung ist grundsätzlich so aufgebaut,
dass man sich gegensätzliche Argumente anschaut:
Erst muss man Pro-Argumente überlegen,

dann stellt man Kontra-Argumente dagegen.
Danach zieht man dann einen Schluss
was man tun kann oder lassen muss.
Als Beispiel nehm ich den Silvesterspaß:

"Kaufe ich Böller, oder lasse ich das?"

Pro -Knaller spricht erstens die Licht-farbenpracht,
die die Dunkelheit wirklich ganz zauberhaft macht.

Es macht vielen Menschen sehr großen Spaß
mit Böllern zu ballern, so einfach ist das.
Einer sagte heute im Radio,
böllern sei sein einziges Hobby, es mache ihn froh.
Zweitens verdienen einige bestens daran,
je mehr man zu Silvester laut böllern kann.
Mein Radiomensch sagte, er zahlt für den Spaß
um tausend Euro, so wichtig wär ihm das.
Dagegen Kontra –Knaller wären erstens das Geknalle,der Lärm,
die viele Leute erheblich stören.
Bekifft, betrunken und unbedacht

wird oft mit Böllern Silvester laute Party gemacht.
Explosionen, die Wildtiere stressen. erschrecken,
sodass viele Tiere dadurch verrecken.
Weil Menschen nachts laut in die Gegend ballern
sterben Vögel, Igel, Rehe - selbst Gämsen - an Silvesterknallern.
Auch Hunde, Katzen Schafe, Pferde
rennen Silvester verschreckt über die Erde.
Zweitens verpestet der Feinstaub die Luft.
Aus über 2000 Tonnen ergibt sich ein staubiger Duft.
Die Jahresfeinstaubbelastung beträgt ein Prozent
durch das was in einer Silvesternacht brennt.
Drittens Brände und undichte Dächer entstehen,
durch Feuerwerkskörper, die falsch niedergehen.
Viertens stolperten - Silvester 2024 - in Berlin allein.
363 Personen in Krankenhäuser rein.
War ihre Verletzung besonders schwer,
blieben davon 52 Personen vollstationär.
Durch angeworfene Böller oder eigenes Versagen
waren wieder Schäden an Menschen und Häusern zu beklagen.
Kinder und ältere waren von da an blind, taub, oder lebenslang traumatisiert,
über zig-mal mal nachoperiert, falls das noch interessiert.
Monate folgten in Krankenanstalten,
ich glaub nicht, dass Opfer die Silvesterfreude behalten.
Bundesweit wurden 2024 tausende verletzt,

Augen, Ohren, Gesichter, Hände und anderes zerfetzt.
Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen, Nerven, Gefäße und Haut
werden dann Schritt für Schritt - für teuer Geld - wieder aufgebaut.
Chirurgie, Anästhesie, Krankengymnastik, Pflege und Reha,
verteuern das erwartete schöne Neujahr.
Dazu gabs fünf Tote durch´s Silvesterfeuerwerk 2024 allein.
Die Jahre davor werden´s jährlich um etwa zwei Tote gewesen sein.
Fünftens Sieben Tonnen illegale Pyrotechnik beschlagnahmte die Polizei
voriges Jahr, doch dies Jahr sind sie auch schon gut dabei.
Sechstens haben über zwei Millionen Menschen die Petition eingereicht
weil es Polizei, Feuerwehr, Ärzten, Tier- und Umweltschützern endlich mal reicht.
#böllerciao will endlich ein Böllerverbot,
doch macht die Politik noch kein Angebot.
Siebtens muss man endlich Gesetze verschärfen
für Knallköppe, die Polizei und Feuerwehr mit Böllern bewerfen.

Zusammenfassend komm ich hier nun zum Erörterungsschluss
bei dem man Pro und Kontra abwägen muss:

Ein bisschen Spaß kann das Leben von Menschen und Tieren zerstören
der Umwelt schaden, den Lungen, dem Hören.
Daran verdient eine Industrie,
doch die Schäden, die sie verursacht übernimmt sie nie.
Der Bundesverband für Pyrotechnik und Kunstfeuerwerk lehnt ein Feuerwerksverbot ab
weil es damit angeblich nicht soo viele Verletzte gab.
Schäden würden meist durch illegale Böller passieren,
da müsse die Polizei halt besser kontrollieren.
Der Staat sei an Versäumnissen schuld. -
Bei solchen Worten wächst in mir die Ungeduld.
Wenn ein Schaden sich zum andern addiert, dann gehört halt der ganze Zirkus verboten.

Das geht  auf die Kappe der Nicht- Selbstregulierten -Vollidioten.
Stoppt jetzt die Feinstaubbelastung, den Krach, vielleicht auch das Licht.
Noch mehr Kontra-Argumente zum Feuerwerk braucht es nicht.

- Gäbe es aber.-

                                                                                             Quelle: Der Spiegel, Nr1, 24.12.2025, S: 42-43 , In der Hand explodiert u.a.

 

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