Leonhard Ried
Nähe und Verbundenheit!
In unserer unmittelbaren Nachbarschaft
gibt es Zwillinge,
zwei Mädchen im Alter von 13 oder 14 Jahren.
Vor gut einem Jahr veranstalteten sie eine Party
auf dem Wintergarten ihres Hauses.
Das war durchaus originell und spektakulär!
Wie die Eltern das fanden,
wissen wir nicht.
In den Jahren zuvor turnten immer wieder
zwei Katzen zu ihren Fenstern empor.
Sie hofften, dort Einlass zu finden.
Heute sind mir die beiden begegnet:
Die eine von beiden grüßte mich ganz scheu.
Es kommt mir jedes Mal so vor,
als wenn sie ein Herz und eine Seele wären.
Sie sind sich selbst genug
und scheinen niemanden zu brauchen,
wenn man von den beiden Katzen mal absieht.
Die vielen gemeinsamen Jahre,
die schon im Mutterleib begannen,
haben sie zusammengeschweißt.
Mitunter lernen wir einen Menschen kennen,
mit dem uns eine Seelenverwandtschaft verbindet.
Wir scheinen uns schon lange zu kennen
und teilen unser Leben mit ihm.
Irgendwann werden sich unsere Wege aber wieder trennen,
und jeder trägt sein eigenes Schicksal.
Gestern saß mir ein alter Musiklehrer gegenüber.
Er hat sieben erwachsene Kinder und sagte Folgendes zu mir:
Das Leben sei heute sehr hohl und oberflächlich geworden.
Viele Menschen hätten keine Verbindung mehr
zu einer göttlichen Wirklichkeit.
Ich hielt meinen Atem an und wusste nicht,
was ich ihm antworten sollte.
Ich selbst glaube,
mich einer göttlichen Wirklichkeit nahe zu fühlen,
wenn ich bestimmte Lieder vor mich hin summe,
die mir ans Herz gewachsen sind.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.01.2026.
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