Heinz-Walter Hoetter

Das Gedicht von der Apokalypse

 

 

 

1. Ich will dir jetzt was erzählen, du, mein totes, lebloses Kind.

Es gab eine Zeit, da starben die Menschen alle im atomaren Wind.

Als sie die Bomben explodieren sahen, da sind sie weggerannt.

Doch die furchtbare Hitze der Explosionen hat sie alle verbrannt.

 

2. So, wie ich neben dir hier sitze, auf der Erde verbrannter Blumen.

So haben sie einst wunderbar geblüht, überall reich an Volumen.

Einst zogen große weiße Wolken am Himmel über uns vorbei.

Ich erinnere mich noch genau, als ob die Zeit still gestanden sei.

 

3. Der Wind, er weht jetzt durch die verdorrten Äste kahler Bäume.

Einst war das Leben überall, doch hinfort sind all unsere Träume.

Die Sonne ist dunkel geworden, kein Strahl von ihr mehr scheint.

Ja, auf dem Planeten Erde kein Mensch mehr eine Träne weint.

 

4. Denn überall darbten sie an Krankheit und schlimmer Hungersnot.

Die Menschheit starb bald aus und reiche Ernte hielt Gevatter Tod.

Das entsetzliche Unheil, oh, es betraf wirklich den ganzen Planten.

Die überlebenden Menschen, es blieb ihnen nur noch das Beten.

 

5. Die glorreichen Zivilisationen und Städte, sie sind alle gefallen.

Vergangen ist schon lange der Gesang in ihren einstigen Hallen.

Jetzt sind die Menschen nur noch eine verblassende Erinnerung.

Ich selbst bin dem Tode nahe, lebe in einer düsteren Stimmung.

 

6. Einsam und allein laufe ich durch die zerstörten Ruinenstädte.

Tränen laufen mir über das Gesicht, ja, gerne ich es anders hätte.

Der Hass des Menschen hat gesiegt und kein Lied mehr erklingt.

Ich setzte mich zum Sterben hin, langsam in mir das Leben sinkt.

 

(c)Heiwahoe

 

 

Bild zum Gedicht Das Gedicht von der Apokalypse

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