Marc Donis

Das Schweigen der Tauben

DAS SCHWEIGEN DER TAUBEN

Und glaub‘ ich den Tauben viel eher als Menschen.
So lass‘ uns entfliegen. Was immer ich schwör‘.
Wenn Träume nicht träumen, die Tage nicht glänzen.
So glaub‘ ich, dass ich doch zur Waldstadt gehör‘...
Und glaub‘ ich den Tauben viel eher als Stunden.
Sodass ich die Träume wie Meere durchschwamm.
Wer hat schon die Freude zum Leben gefunden.
So bin ich kein Mensche. Denn bin ich nur Gram…

Und glaub‘ ich den Tauben viel eher als Wundern.
Entfliegen, entweichen wir wieder, ich schwör‘.
Doch weiß ich nicht wirklich. Ob morgen ich lebe.
Sodass ich, ich denke, nach Staßfurt gehör‘.
Und kann ich durch Trauer die Tage nicht finden.
Dann weiß ich nicht wirklich. Ob richtig ich leb‘.
Und tragen uns schließlich im Winde die Linden.
So weiß ich nicht wirklich. Wonach ich hier streb‘.

Und glaub‘ ich den Tauben viel eher als Menschen.
Denn sind mir die Erden mitnichten mehr traut.
Man kannte uns lebend. Mit schlagenden Herzen.
So hängt schon im Morgen, im Nebel das Kraut…
Und glaub‘ ich den Tauben viel eher als Menschen.
So kann ich das Schöne nicht wirklich verstehen.
Und wenn ich nicht lebe, wie soll ich dann glänzen.
Wer hat mich seit Tagen schon glücklich gesehen…

Und glaub‘ ich den Tauben viel eher als Menschen.
Verdien‘ ich mitnichten ein Leben mit Sinn.
Doch sterben im Leben recht häufig die Herzen.
So weiß ich mitnichten. Wer schließlich ich bin…
Und glaub‘ ich den Tauben viel eher als Menschen.
Und kam ich zum Sterben, mein Engel, zu dir.
Wenn Träume nicht träumen, die Augen nicht glänzen.
Ich glaube kei’m Menschen. Ich glaube dem Tier…

02.03.2026
Berlin Biesdorf-Süd
(c) Marc Donis

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.03.2026. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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