Dietrich Pietsch

Der Akt

sie öffnet die tür
mit farbe an den fingern

ihr zimmer
vollgestellt mit bildern

kein platz mehr an den wänden
einige auf dem boden
an die wand gelehnt

abstraktes
das mehr fühlt als sagt

daneben gesichter
die mich nicht loslassen

ich gehe langsam
durch ein chaos

das noch nicht fertig ist

dann sehe ich es
ein körper

männlich
nackt
ich bleibe stehen

sie kommt neben mich
wischt sich die hände an der hose ab

sieht kurz hin

vorne
sagt sie

das ist mir missglückt

ich nicke
ich weiß, wovon sie spricht

sie küsst mich
ohne zu zögern

nachts
bleibe ich

ihr arm liegt auf mir
schwer genug

um nicht zu gehen

am morgen muss ich los

ich denke nicht mehr an das bild

ein paar tage später
komme ich zurück

alles ist noch da
nur dieses eine nicht

oder doch
es steht da

unter einem tuch

ich frage nicht
ich fasse das tuch

ziehe es beiseite

der körper ist noch derselbe
und doch nicht

kraftvoller jetzt
und ohne scheu

ich schaue länger hin

verdammt
sage ich leise

das bin ich

 

©dietrichpietsch- 03/2026

























 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.03.2026. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Nicht alltägliche Hausmannspost: Scherzartikel, Wortspüle und Küchenzeilen aus Valencia von Siegfried Fischer



Lehrerin C. wird an die Deutsche Schule Valencia nach Spanien vermittelt. Etwas unvermittelt wird dadurch der mitausreisende Ehegatte S. zum Hausmann und hat nun mit Küche, Haus, Garten, Pool und der spanischen Sprache zu kämpfen.

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