Karin Guterding
Taub
Ich hör die Welt mit meinen Augen,
seh Stimmen wie ein Farbenspiel.
Die Lippen formen ihre Worte-
lautlos und führen doch zum Ziel.
Ich erklär die Welt mit meinen Händen,
wie ein Pulsschlag, der durchs Leben zieht.
Wenn andre lautstark Worte senden,
spür ich, was zwischen Zeilen glüht.
Ich hör die Welt, doch nicht mit Ohren.
Ich hör sie, wo die Stille klingt.
Es wird die Sprache neu geboren
wo sie den Lärm komplett verschlingt.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.04.2026.
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