Istvan Hidy
Zur Hoffnung
O Hoffnung, leiser Atem dieser Welt,
der durch zerbrochne Städte schwebt,
wenn Rauch den Himmel dunkel hält
und Menschlichkeit im Staube bebt.
Du bist das Licht in müden Augen,
das selbst im Schmerz noch flackern kann,
wenn Worte längst nicht mehr genügen
und Hass sich gegen Herzen spannt.
Wo Brüder sich nicht mehr erkennen
und Grenzen tiefe Wunden zieh’n,
da bist du es, die still will nennen,
was wir im Lärm des Krieges flieh’n.
Erinn’re uns an sanfte Hände,
die nicht zerstören, sondern bau’n,
an jedes mögliche gute Ende,
das wir uns selbst nicht mehr vertrau’n.
O Hoffnung, bleib, wenn Waffen sprechen,
wenn Zorn die letzten Brücken bricht.
Lass uns den Kreis der Gewalt durchbrechen –
verlass die müde Erde nicht.
Denn wenn du gehst, was bleibt uns dann
als kalte Nacht und leeres Sein?
Doch wenn du lebst, beginnt der Bann
zu weichen – und wir sind nicht allein.
So wachse leise in uns fort,
trotz allem Leid, trotz dunkler Zeit.
Und führe uns – durch Tat und Wort –
zum Frieden und zur Menschlichkeit.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.04.2026.
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