Herbert Kaiser
Tugendhaft
Tugendhaft
Ich zweifle an der Macht der Liebe
Ich zweifle an des Lebens Sinn
Ich zweifle an der Gunst der Stunde
Da ich ein ungläubiger Thomas bin.
Ich glaube nicht die vielen Lügen
Die man tagtäglich uns auftischt
Die Wahrheit kann man schwer erkennen
Solange man im Trüben fischt.
Selbst die Liebe trägt oft eine Maske
Zu schön spricht gar der Erdbeermund
Oft endet die Tragödie am Stricke
Und die Verzweiflung ist der Grund.
Drum bin ich taub und blind für die Verlockung
Die sich dem Seelenfrieden in die Wege stellt
Geläutert ist der Geist, frei von jeglicher Verstrickung
Die Tugend hat sich zu mir gesellt.
© Herbert Kaiser
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.04.2026.
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