Patrick Rabe

Angezogen nackt

 

 

Im Frühling toben viele Nackte,

du hast mich dort doch gar nicht geseh’n.

Wie ich diesen Riesen letztlich packte,

und danach er mich, das war nicht schön.

 

Im ganzen Ort wieder Sirenen,

bald kommt Putins Krieg dann doch hierher,

nie sollte man sich ganz sicher wähnen,

ich wünschte mir, ich wär‘ am Meer.

 

Und ich richte den Sextanten

an den Sternen aus, die man nicht sieht,

ich liebe meine wahren Verwandten,

sie sehen alle das, was hier geschieht.

 

Und ein Polizist mit Leuchtstoffweste

schmiert Marmelade an den Arsch.

Danach soll ich lecken: „Das schmeckt Beste!“,

sagt er zu mir, unfreundlich und barsch.

 

Einsamkeit auf Schulhöfen und Plätzen,

sie üben dort im Stechschritt zu marschier’n,

die Schüler reden nur in ganzen Sätzen,

wenn’s darum geht, die Lehrer anzuschmier’n.

 

Und jeder dritte Deutsche sieht die Zombies,

die auf den Straßen geh’n und lautstark schrei’n,

da nimmt man sich meist SUV’s und Kombis

und fährt in eine Zombiemenge rein.

 

Im Frühling toben viele Nackte,

du hast mich dort doch gar nicht geseh’n.

Weil ich noch Kleider trug, und meine Akte

noch Platz ließ für Resozialisierung,

frei geh’n bei guter Führung,

noch Platz ließ für ein Wiederseh’n.

 

 

 

©Patrick Rabe

 

Dienstag, 5. Mai 2026.

 

Selbst, wenn man seine Mitmenschen für Zombies hält, darf man nicht mit einem Auto in eine Menschenmenge rasen. Die zunehmende Anzahl an Trittbrettfahrern macht mich ratlos. Die Art, wie hier agiert wird, hat etwas von Computerspielen mit Ego-Shooter. Sozusagen eine Ego-Shooter-Mentalität. Das Spielen an Computer, Playstation und Konsole ist in Deutschland weit verbreitet. Und es scheint das Denken und Handeln mehr zu prägen, als gedacht. Was außerdem auffällt, ist, dass bei den Autotätern oft ein Migrationshintergrund vorhanden ist, und eine psychische Erkrankung. Über den Täter von Leipzig, Jeffrey K., heißt es, er sei Deutscher. Beim Nachbohren fand ich den Zusatz „In Deutschland geboren“.  Und dass er bereits 2014 jemanden vermummt angegriffen hat. Hier soll offenbar ein muslimischer Hintergrund verschleiert werden, um die Rechten und Rechtsradikalen nicht unnötig aufzuhetzen. Was allerdings über den angeblich freiwilligen Aufenthalt von K. in einer Psychiatrie berichtet wird, da weiß ich als selber Betroffener besser Bescheid. Er wurde nach aggressivem Verhalten von der Polizei in seiner Wohnung aufgesucht, und ging dann- so die Justizsprache- freiwillig mit in die Psychiatrie. Das ist mir auch oft passiert. Wenn man dann „Nein“ sagt, wird man brutal überwältigt. Wahrscheinlich würde ich, wenn mehr Fakten über Jeffrey K. bekannt würden, eher Mitgefühl mit ihm haben, denn ich war auch einmal ein Jeffrey K. Ich habe nur nie Menschen angegriffen und würde dies auch niemals tun. Nur, was eine psychisch verzerrte Wahrnehmung ist, und was die Realität, das sind oft einfach nur zwei verschiedene Narrative. Die genauen Fakten zu kennen, hilft.

 

©Patrick Rabe

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Patrick Rabe).
Der Beitrag wurde von Patrick Rabe auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.05.2026. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  Patrick Rabe als Lieblingsautor markieren

Bücher-Tipp:

Leserkommentare (3)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Surrealistisches" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Patrick Rabe

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Der Sirius steigt (Gedichttrilogie) von Patrick Rabe (Expressionismus)
Ferne Nähe von Michael Buck (Surrealistisches)
Viele Menschen von Karin Lissi Obendorfer (Besinnliches)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen