Istvan Hidy

Merz, der schmerzt!

Merz, der schmerzt, geschniegelt und gebügelt,

im Maßanzug die Zweifel versiegelt.

Er spricht von Stärke, von Ordnung, von Pflicht,

doch bei den Menschen verfängt er sich nicht.

 

Ein Kanzler aus Zahlen, aus Kurs und Bilanz,

verheddert im Takt eines müden Tanz’.

Die Worte geschliffen, die Miene aus Stein,

doch draußen bricht leise die Zustimmung ein.

 

„Ich leide am meisten“, ruft er ins Licht,

doch Echo und Zweifel erwidern: ganz gewiss nicht.

Denn wer oben regiert und nach unten nichts fühlt,

verliert, was ihn trägt – weil er’s nie wirklich spürt.

 

Die einen: zu schwach. Die anderen: zu hart.

Ein Kurs ohne Richtung, ein Staat ohne Fahrt.

So steht er dazwischen, allein auf dem Grat,

ein Kanzler im Gegenwind – ohne Mandat.

 

Merz, der schmerzt, ein Jahr schon im Amt,

vieles versprochen, im Kleinen verrannt.

Ob er noch bleibt oder leise vergeht—

entscheidet nicht er, sondern wie Deutschland steht.

 

 

 

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Istvan Hidy).
Der Beitrag wurde von Istvan Hidy auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.05.2026. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  Istvan Hidy als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Spiele mir auf meiner Flöte: Minnepoesie aus dem 21. Jahrhundert (1001 Minne) von Giovanni Vandani



Er, der sehnsuchtsvoll Begehrende - sie, die Klare, Nüchterne und vielfach Engagierte. Dazwischen viel Alltag, fast 30 Jahre Ehe, eingeschliffene Gewohnheiten. Beide haben mittlerweile die 50 überschritten. Die erotische Spannung ist aus dem Leben gewichen. Im Schreiben sucht Giovanni einen Weg, seine Liebe neu zu finden. In einer poetischen Sprache voll Sehnsucht und Erotik, die bei aller Deutlichkeit der Bilder nie ins Vulgäre abgleitet und streckenweise an mittelalterliche Minnelieder erinnert, spürt er seinen Gefühlen nach, singt von Lust und Ekstase, enttäuschten Erwartungen und unerfüllten Sehnsüchten...

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (2)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Politik" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Istvan Hidy

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Charakter gewünscht von Istvan Hidy (Aktuelles)
Die Drei im Ruderboot von Robert Nyffenegger (Politik)
SEGEN von Christine Wolny (Dankbarkeit)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen