Alan Royhs
Sieh mich an
Sie knöpft ihre Bluse auf, langsam, bedächtig
Sie ist so schön, dass ich mich in ihrem Anblick verlieren könnte
Ich habe sie schon oft nackt gesehen, aber heute ist es anders
Früher scheute sie davor zurück, sich unbekleidet zu zeigen
Zog sich unter der Bettdecke aus
Was mir seltsam vorkam
Doch mit der Zeit verstand ich
Sie ist nicht schüchtern
Sie schämt sich nicht ihres Körpers
Es ist ihr wichtig, erst einmal Gefühle aufzubauen
Erst die Vertrautheit gibt mir das Recht, sie ganz zu sehen
Diese Nacht ist anders
Die Art, wie sie sich entblöß hat etwas Rituelles an sich
Sie zeigt mir, dass sie mir bedankenlos vertraut
Mein Herz schlägt laut
Ich bin stolz und glücklich, dass diese starke, schöne Frau mir so viel Vertrauen entgegenbringt
Als sie sich ihrer Kleider entledigt hat, bleibt sie stehen
Ihre weiße Haut erhellt das Zimmer
Das rote Haar umspielen ihre Schultern, als wäre es aus Feuer
Doch die Flammen verbrennen den Betrachter nicht, sie wärmen sanft
„Sieh her“, flüstert sie. „Sieh mich an.“
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.05.2026.
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