Rosemarie Gudrun Ziegler
Wozu gibt es ein Gedicht
Man liest es, doch man fragt sich nicht,
wozu gibt es denn ein Gedicht?
Man folgt den Worten und dem Reim,
fühlt sich manchmal in ihm
daheim.
Doch was ist eigentlich der Sinn?
Weshalb gibt man dem
Reim sich hin?
Nur weil es leichter ist zu lesen?
Des Autors Wunsch
ist mehr gewesen.
Stellt er uns ein Gedicht bereit
und nimmt
man sich dafür die Zeit,
will jeder Autor uns belohnen,
erweckt
in uns dann Emotionen.
Die Worte, die er sinnvoll bindet,
worauf sodann der Reim sich gründet,
betanken unsere Fantasie,
sie regen an durch Poesie.
Kurz sind die Strophen, dessen Verse
geh`n unterschiedlich ins Diverse.
Mal düster, meist jedoch mit Freude,
des Dichters Wortschatz bedient beide.
Es öffnet oft der
Seele Tor,
bringt tiefste Sehnsüchte hervor,
zeigt meistens auf,
wofür wir leben,
was wir sind, wonach wir streben.
Es trifft Ideen und Gefühle,
die Wörter sind nicht leere
Hülle.
Geistreich und sinnvoll eingesetzt,
entfalten sie die
Wirkung jetzt.
Man nimmt aus allen Wortgefügen
für
sich mit eigenem Vergnügen
die Kraft und auch die Zuversicht,
meint, nur für mich sei dies Gedicht.
GZ 28.12.24©
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.06.2026.
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