Andreas Vierk
Lass mir den Sommer
Nur im Sommer taumeln die Gärten
einem einzigen Stiefmütterchen zu,
hör ich die Quarks und die Teilchen
implodieren in ihre wollüstigen Psychen.
Nur im Sommer verlohnt es zu weinen,
sich erbrechen in Düfte und Farben,
vor Sehnsucht am eigenen Sein zu ersticken;
nicht im standhaft soldatischen Winter,
nicht im Frühling der bräunlichen Kinder,
schon gar nicht im Herbst,
wenn der weinselige Wind
fettleibig hurt in geröteten Blättern.
Verdurstet bin ich vor Liebe nach dir
wie sonst nur im Sommer,
den grillenzernarbten,
in den Schreien und Rädern der Pfauen,
den Kavernen und Schatten.
Erst im Hochsommer will ich zerpulvern,
wenn der Himmel im Hirn wühlt,
nicht zur Unzeit, nicht heute.
Lass mir den Sommer…
© Andreas Vierk
Keine Gendersprache
Keine KI
Vorheriger TitelNächster Titel
Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Andreas Vierk).
Der Beitrag wurde von Andreas Vierk auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.06.2026.
- Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).
gmx.de (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)
